Drei Parteien einig!

Energie-Preise: „Jetzt die Netzkosten senken“

Niederösterreich
18.01.2026 11:00

Das Haushaltsbudget der Bürger belasten die hohen Energiepreise – auch wenn zuletzt die Kosten durchaus etwas gesunken sind. Was sagen die Parteien?

Die drei großen Fraktionen in der Landesregierung sind einig: „Die Kosten müssen weiter sinken!“

ÖVP: „Netzkosten als Preistreiber“
„Leistbare Energiepreise sind sowohl für die Landsleute als für die niederösterreichische Wirtschaft von oberster Priorität. Ein wesentlicher Preistreiber sind die Netzkosten. Weil Niederösterreich die Ökostromlokomotive Österreichs ist, sind bei uns die bundesweit geregelten Netzgebühren höher“, erklärt dazu ÖVP-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner.

Er spricht sich für eine faire Aufteilung auf alle Bundesländer aus. Es könne nicht sein, dass die Niederösterreicher einen überproportionalen Beitrag leisten müssen, nur weil andere Bundesländer bei der Energiewende hinterherhinken. „Der Ausbau der Netzinfrastruktur muss bundesweit solidarisch und fair getragen werden“, fordert er. Doch bisher stößt das im Westen Österreichs auf wenig Gegenliebe.

SPÖ setzt auf Speichertechnik
SPÖ-NÖ-Chef Sven Hergovich fordert immer wieder ein rasches Senken der Energiekosten. Ein Teil der Strategie: „Unser Bundesland produziert dank Wind- und Solarkraft viel sauberen Strom. In Zukunft soll es noch mehr werden. Gerade im Sommer kommt es aufgrund der vielen PV-Anlagen zu Strom-Tiefstpreisen. Pumpspeicherkraftwerke im Westen nutzen das und verkaufen den Strom dann teuer am Abend. Mit einem Energiespeicher-Cluster in NÖ wollen wir Strom dezentral und regional speichern, erklärt Pressesprecher Daniel Steinlechner. Förderungen sollen laut Sozialdemokraten stärker in Speicherlösungen am Haus fließen statt einseitig in neue PV-Anlagen. Das entlaste das Netz, senke die Kosten, erhöhe die Versorgungssicherheit.

FPÖ kritisiert CO2-Pläne
Der Energiesprecher der Freiheitlichen, Dieter Dorner, geht in diesem Zusammenhang hart mit dem Öko-Weg der Bundesregierung ins Gericht: „Schluss mit dem übererfüllen von Vorgaben! Die CO2-Neutralität Österreichs bis 2040 führt zu einer Netzkostensteigerung. Würde dieser Plan 10 Jahre ausgeweitet werden, eben auf 2050 wie EU-Vorgabe, würde dies die Netzkostensteigerung merklich entschärfen.“ Zudem fehlen laut Dorner Durchleitungsgebühren von russischem Gas. Die Folge: die Gasnetzkosten steigen. Fazit des FPÖ-Politikers: „Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz des Bundes ist nur Augenauswischerei. Die Menschen werden sehen, dass Energie nicht billiger werden wird.“

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