Teures „Versehen“
Kuwait-Kampfjet schoss in der Luft drei US-F-15 ab
Ein kuwaitischer Kampfjet ist für den kürzlich erfolgten, versehentlichen Abschuss von drei amerikanischen F-15 verantwortlich. Radarsysteme hätten die nahenden Jets erfasst, irrtümlich als feindliche Bedrohung identifiziert und die Maschinen kurzerhand vom Himmel geholt.
Ein kuwaitischer F/A-18-Pilot hatte drei Raketen auf herannahende US-Flugzeuge abgeschossen, berichtet ein US-Beamter laut „Wall Street Journal“. Der Luftraum sei zu diesem Zeitpunkt extrem chaotisch und unübersichtlich gewesen, da in der Region zeitgleich Angriffe durch iranische Drohnen, Raketen und Flugzeuge erfolgt wären.
Alle drei Maschinen stürzten ab, Piloten und Co-Piloten konnten sich laut US-Militär retten, indem sie den Schleudersitz auslösten.
Video: Dramatische Aufnahmen zeigen, wie das Flugzeug brennend vom Himmel stürzt, während sich der Pilot mit dem Schleudersitz retten kann
Abschuss durch „friendly fire“
Nach Angaben des US-Militärs wurden insgesamt drei Kampfjets des Typs F-15E „Strike Eagle“ abgeschossen. Zuerst schien dafür Feindbeschuss verantwortlich, dann aber wurde klar: Die kuwaitische Luftabwehr hat die Maschinen durch „friendly fire“ („Friendly Fire“ bezeichnet einen militärischen Zwischenfall, bei dem eigene – oder verbündete – Kräfte versehentlich von eigenen Truppen angegriffen oder abgeschossen werden, meist durch Fehlidentifikation, Anm.) per Luftraketen vom Himmel geholt.
Hier sehen Sie, wie eine der Maschinen nach dem Abschuss in der Nähe des Militärstützpunktes in Al Jahra kreisend zu Boden sinkt:
Hier soll laut „CNN“ einer der abgestürzten Piloten zu sehen sein:
Anrainer seien in der Folge zu den Piloten geeilt, hätten diese erstversorgt und anschließend wohlbehalten ans US-Militär übergeben. Offizielle Stellungnahmen gibt es noch nicht.
Wohl menschliches Versagen
Für das Unglück soll menschliches Versagen verantwortlich sein. Die kuwaitischen Streitkräfte seien in höchster Alarmbereitschaft gewesen, als Radarsysteme die anfliegenden amerikanischen Jets entdeckt hätten.
Ein fataler wie teurer Irrtum, denn eine F15 allein kostet umgerechnet 83 bis 90 Millionen Euro.
Der Vorfall ereignete sich kurz nachdem eine iranische Drohne die kuwaitische Luftabwehr durchbrochen und ein taktisches Operationszentrum in einem Handelshafen getroffen hatte, wobei sechs US-Soldaten ums Leben gekommen waren. Das amerikanische Militär hat in dem kleinen Staat am Persischen Golf etwa 13.500 Soldaten stationiert.









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