Die Turbulenzen auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt dauern an. Mit 11.474 arbeitslos gemeldeten Personen liegt die Zahl um 7,2 Prozent höher als im Vorjahr. Ein Lichtblick ist die Entwicklung bei Jugendlichen unter 25 Jahren: Die Erwerbslosigkeit in dieser Gruppe ist im Jahresvergleich um 5,8 Prozent auf 1411 Personen zurückgegangen.
„Während wir bei jungen Menschen eine erfreuliche Entspannung sehen, verzeichnen wir bei Personen über 50 Jahren einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit“, analysiert AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter die aktuellen Entwicklungen. So ist bei der Altersgruppe 50 plus die Beschäftigungslosigkeit um 16,2 Prozent gestiegen.
Rasanter Anstieg bei den Älteren
„Das ist kein kurzfristiger Effekt, sondern ein Hinweis auf strukturelle Herausforderungen. Es braucht jetzt verstärkte Anreize für Betriebe, erfahrene Arbeitskräfte zu halten und einzustellen“, betont Bereuter. Um gegenzusteuern, setzt das AMS Vorarlberg auf individuelle Beratung und eine enge Kooperation mit den Betrieben. Ein zentrales Instrument sei die Aktion 55+, die Betriebe mit einer Lohnkostenförderung bei der Einstellung und Einarbeitung beschäftigungsloser Menschen ab 55 Jahren unterstützt. Besonders rasant war der Anstieg der arbeitssuchenden Frauen über 60 Jahre. Hier stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr von 93 auf 247 Personen (60,4 Prozent). Nach Angaben des AMS ist dies auf die Anhebung des Pensionsalters zurückzuführen.
Weniger Einstellungszusagen als 2025
Wenig Positives gibt es bezüglich der Einstellungszusagen zu berichten. Zwar haben 1230 Männer und Frauen eine solche – gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die Anzahl jener mit einer Einstellzusage um 108. Rückgänge bei den Jobangeboten gab es vor allem in der Nahrungsmittelherstellung (-20) sowie bei den Graphikern (-14). Zuwächse hingegen waren bei den Büroberufen (199), den Fremdenverkehrsberufen (131), den Hilfsberufen (86) sowie den Reinigungsberufen (73) zu verzeichnen.
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