Auf Eigenantrag wurde am Montag über das Vermögen der Firma Müller Bau in Altach (Vorarlberg) das Konkursverfahren am Landesgericht Feldkirch eröffnet. 38 Dienstnehmer sind nach Angaben des KSV1870 vom Konkurs betroffen. Die Höhe der Verbindlichkeiten beträgt derzeit 2,3 Millionen Euro.
Gleich mehrere Umstände haben nach Angaben der Schuldnerin zur finanziellen Schieflage beigetragen: Besonders schwer wiegen das Einbrechen von Aufträgen und die nur schleppende Erholung der Bau- und Immobilienbranche in den vergangenen fünf Jahren. Zudem machten den Verantwortlichen bei Müller Bau die steigenden Personal- und Materialkosten wie auch Fremdfinanzierungskosten das Leben schwer.
Lösung für betroffene Dienstnehmer
Erst im Dezember war das Lochauer Unternehmen Mangold Bau in den Konkurs geschlittert. Die Höhe der Verbindlichkeiten lag damals bei rund 1,7 Millionen Euro. Nun schlitterte auch das Altacher Unternehmen, das seit 50 Jahren tätig ist, in die Pleite. Immerhin scheint sich für die rund 38 betroffenen Dienstnehmer eine Lösung abzuzeichnen – sie dürften bei anderen Bauunternehmen unterkommen.
Gläubigerforderungen bis 23. April 2026
Zum Masseverwalter wurde der Harder Rechtsanwalt Matthias Kucera bestellt. Er wird auch über die Möglichkeit einer teilweisen Unternehmensführung entscheiden. Die Prüfungs- und Berichtstagsatzung ist am 7. Mai 2026 am Landesgericht Feldkirch. Gläubigerforderungen können noch bis zum 23. April 2026 (gerichtliche Anmeldefrist) über den KSV1870 angemeldet werden.
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