Weniger Geld & Wissen

Frauen haben bei Finanzen riesigen Aufholbedarf

Vorarlberg
03.03.2026 17:00
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Im Vorfeld des Internationalen Frauentags haben Sparkassen und Erste Bank bei Integral eine Studie zu Finanzwissen- und verhalten in Auftrag gegeben – die Unterschiede zwischen Männern und Frauen könnten kaum größer sein. Die Gender Pay Gap – in Vorarlberg bei 21,7 Prozent – zieht äußerst negative Konsequenzen nach sich. 

Der Internationale Frauentag steht vor der Tür. Im Vorfeld haben Erste Bank und Sparkassen eine Studie in Auftrag gegeben – und die Ergebnisse sind alarmierend: Noch immer verdienen Frauen deutlich weniger als Männer. Das ist einerseits den fehlenden Arbeitszeiten durch Kinderbetreuung geschuldet, andererseits bekommen Frauen zum größten Teil immer noch weniger Geld als Männer – sogar im gleichen Job. Daraus ergibt sich die deutliche Gender Pay Gap von 15,5 Prozent (Vorarlberg 21,7 Prozent). Logische Konsequenz sind Abstriche bei den Pensionen. Jede fünfte Frau ab 65 Jahren gilt in Österreich als armutsgefährdet, die Pension Gap liegt bei dramatischen 39,7 Prozent, in Vorarlberg sogar bei 46,7 Prozent.

Trotz dieser Zahlen – oder vielleicht gerade deswegen – ist das Interesse an Finanzthemen laut Studie unter Frauen (42 Prozent) weniger stark verbreitet als unter Männern (62 Prozent). Im Selbstbild zeigt sich ein ähnliches Muster: 35 Prozent der Frauen stufen ihr Finanzwissen als gering ein – mehr als doppelt so viele wie Männer (15 Prozent). Gerade ältere Frauen bewerten ihr Wissen schlechter. Dieses Spannungsfeld erschwert konkrete Schritte: In Lebensphasen mit größerer finanzieller Verantwortung fühlen sich viele Frauen nicht ausreichend sicher, um Entscheidungen zu treffen.

Weniger Risikofreude, weniger Ersparnisse
Es wundert daher kaum, dass nur 29 Prozent der Frauen in Wertpapiere investieren, während es bei den Männern 49 Prozent sind. Zudem setzen Frauen auf weniger Rendite-orientierte Produkte. Im Rahmen der „she invests“-Initiative bieten die Sparkassen eigene Webinare und Vorträge für Frauen zu Sparplänen und Veranlagung an – damit zumindest die Wissens-Gap kleiner wird.

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