Nicht nur als böse Buben, sondern auch als Brüder entpuppte sich ein Gauner-Duo, das bei einem Coup verhaftet worden war. Die beiden Serben dürften zu einer internationalen Bande gehören. Die Ermittler fordern indes härtere Strafen, denn Einbruchsopfer würden oft lange unter den psychischen Folgen leiden.
Die Nachbarn hatten Alarm geschlagen, als sie die Lichtkegel von Taschenlampen im Garten einer Reihenhaussiedlung in Linz-Urfahr sahen: Am vergangenen Mittwoch gegen 17.15 Uhr konnte ein sportlicher junger Polizist zwei flüchtende Einbrecher fassen. Die beiden Verdächtigen gaben sich zunächst als ein Slowene (34) und als ein Kroate (27) aus.
Alles nur gefälscht
Bei den Ermittlungen stellte sich allerdings heraus, dass ihre Ausweise perfekt gefälscht waren und dass es sich bei dem Duo in Wirklichkeit um ein serbisches Brüderpaar handelte. Der Ältere hatte wegen zahlreicher einschlägiger Delikte in seiner Heimat bereits eine dreijährige Haftstrafe abgesessen. Beide gehören offensichtlich zu international agierenden Tätergruppen, ist man beim Landeskriminalamt überzeugt. Die Brüder sitzen in Linz in U-Haft, die Erhebungen wegen weiterer Delikte laufen.
„Die Urteile sind viel zu milde“
Sauer stößt den Kriminalbeamten freilich auf, dass Einbrecher selten hohe Strafen bekommen. Angesichts der psychischen Langzeitfolgen, unter denen viele Einbruchsopfer leiden, sei es dringend nötig, in puncto tatsächlicher Strafhöhe bei Verurteilungen nachzubessern, um die Täter abzuschrecken.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.