Wegen Urkundenunterdrückung und Einbruchdiebstahls mussten sich am Montag zwei arbeitslose Jugendliche am Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg verantworten. Richter und Staatsanwaltschaft legten den beiden nahe, nun „endlich den richtigen Weg einzuschlagen“.
„Ohne Arbeit und ohne Kurswechsel landen Sie irgendwann im Gefängnis – das wollen weder Sie noch wir“, eröffnete Richter Dietmar Nußbaumer die Verhandlung gegen die beiden 18 und 19 Jahre alten Angeklagten. Dem Älteren wurde vorgeworfen, am 18. September einen E-Scooter gestohlen sowie Kennzeichen fremder Autos abmontiert und verwendet zu haben. Sein ebenfalls arbeitsloser Komplize musste sich wegen Beteiligung am Diebstahl verantworten.
Beide bekannten sich schuldig. Der Jüngere gab zu, den Tatort zuvor ausgekundschaftet zu haben. Im Prozess kam zudem ans Licht, dass der Erstangeklagte mehrfach „schwarz“ Autos gekauft, repariert und weiterverkauft hatte. Für sogenannte Überstellungsfahrten habe er dabei fremde Kennzeichen benutzt.
„Endlich richtigen Weg einschlagen“
Beide Angeklagten waren bereits strafrechtlich aufgefallen, kamen jedoch bisher mit einer Diversion davon. In der nunmehrigen Verhandlung fand Staatsanwältin Karin Dragosits klare Worte: Es gehe nun darum, „endlich den richtigen Weg einzuschlagen“. Sie forderte eine schuld- und tatangemessene Strafe. Der vorsitzende Richter verhängte am Ende Geldstrafen: 1080 Euro für den Erstangeklagten, 960 Euro für den Zweitangeklagten – jeweils zur Hälfte bedingt.
Schadenersatz für Geschädigte
Zusätzlich wurde Bewährungshilfe angeordnet und dem Geschädigten 1000 Euro Schadenersatz zugesprochen. Die Burschen nahmen das Urteil an. Da beide anwaltlich nicht vertreten waren, ist das Urteil erst am Donnerstag rechtskräftig.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.