Pfotenschutz für Hunde

Winterfreude ohne schmerzhafte Nebenwirkungen

Tierecke
13.01.2026 17:24

Der Winter hat Österreich fest im Griff: Die Temperaturen sind unter null Grad, und auch in den Städten hat der Schnee Einzug gehalten. Auf den Straßen werden großflächig Streusalz und Rollsplit ausgebracht. Beides setzt Hundepfoten stark zu und verursacht häufig Schnitte, Schürfwunden und schmerzhafte Reizungen. Unsere Tipps für Gassirunden ohne Pfotenschmerz.

Jeder gesunde Hund freut sich über ausgiebige Spaziergänge, und im Schnee zu toben ist für die meisten Vierbeiner ein großes Vergnügen. Damit die kalte Jahreszeit jedoch nicht zu gesundheitlichen Problemen führt, ist besondere Aufmerksamkeit für die Pfoten gefragt.

Tourplanung anpassen
Tierärzte empfehlen bei anhaltenden Minusgraden, mehrere kurze Runden über den Tag zu verteilen, statt einer einzelnen langen Tour. Das schont nicht nur die Pfoten, sondern beugt auch einer Unterkühlung vor – besonders bei kleineren Hunden oder Tieren mit kurzem Fell.

Pfotenschutzcreme selbst gemacht

Diese Creme schützt die Ballen vor Kälte und Streusalz:

  • Zubereitung: 12 Gramm Bienenwachs und 45 Gramm Olivenöl im Wasserbad schmelzen. Gefäß aus dem Wasserbad nehmen, unter ständigem Rühren (Holzspatel) 20 Gramm Sheabutter und zum Schluss 20 Gramm Ringelblumensalbe beimengen.
  • Aufbewahrung und Anwendung: In ein sauberes Gefäß abfüllen, auskühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren – dort hält die Creme etwa zwei Monate lang. Vor jedem Spaziergang dünn auf die Pfotenballen auftragen.

Vor dem Spaziergang
Bereits vor dem Gassi gehen sollten die Pfotenballen mit Hirschtalg, Vaseline oder einer speziellen Pfotenschutzcreme eingecremt werden. Die Haut bleibt dadurch geschmeidig und wird besser vor Kälte und aggressiven Streusalzen geschützt.

Zu langes Fell zwischen den Zehen sollte man vorsichtig mit der Schere stutzen, damit sich Schnee und Eis nicht darin festsetzen können. Solche Eisklumpen können beim Gehen schmerzhaft drücken. Für Hunde mit besonders empfindlichen oder bereits angegriffenen Pfoten haben sich Hundeschuhe bewährt. 

Nach der Gassirunde
Nach jedem Spaziergang ist gründliches Pfotenwaschen unverzichtbar. Streusalz greift die empfindliche Haut zwischen den Zehen an, trocknet sie aus und kann zu schmerzhaften Rissen führen. Zudem besteht die Gefahr, dass Hunde das Salz ablecken und dadurch Magen-Darm-Beschwerden entwickeln.

In der Regel genügt es, jede Pfote kurz in eine Schale mit lauwarmem Wasser zu tauchen und dabei sanft mit den Fingern durch den Zwischenzehenbereich zu streichen. Anschließend sollten die Pfoten gründlich abgetrocknet werden.

Bei empfindlichen Pfoten können auch Hundeschuhe sinnvoll sein.
Bei empfindlichen Pfoten können auch Hundeschuhe sinnvoll sein.(Bild: Valmedia)

Erste Hilfe bei verletzten Pfoten
Sind die Pfoten bereits verletzt oder zeigen Risse und Rötungen, helfen regelmäßige Anwendungen einer Heilsalbe oder eines milden Desinfektionsmittels. Damit der Hund die Salbe nicht sofort wieder ableckt, kann man ihn mit einem Kauartikel wie einem Büffelhautknochen oder Ochsenziemer ablenken. Bei stärkeren Verletzungen oder anhaltenden Beschwerden sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Auch Samtpfoten betroffen
Übrigens: Nicht nur Hunde leiden unter Streusalz und verunreinigtem Schnee. Auch Freigängerkatzen reagieren empfindlich auf aggressive Streumittel. Ein warmes Fußbad nach dem Ausflug ins Freie ist auch für Samtpfoten eine Wohltat.

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