Die Entscheidung ist gefallen: Die Österreicherin, die im Sommer des Vorjahres in Ungarn wegen schwerer Tierquälerei an über 300 Hunden verurteilt wurde, muss auch das zweite Jahr im Justizvollzug in Szombathely absitzen. Die Verbüßung der bedingten Haftstrafe auf freiem Fuß wurde letzte Woche endgültig abgelehnt.
Bereits im Juli 2025 hatte das ungarische Gericht ein hartes Urteil gefällt: zwei Jahre Gefängnis, davon ein Jahr unbedingt – zusätzlich saftige Geldstrafen und ein lebenslanges Verbot, Tiere zu halten. Die schockierenden Zustände, die im Herbst 2024 von Tierschützern aufgedeckt wurden, waren an Grausamkeit nicht zu überbieten. Auch der „Krone“-Tierecke bot sich beim Lokalaugenschein ein düsteres Bild: geschundene Hunde in dunklen, verdreckten Verschlägen, medizinische Versorgung und ein menschenwürdiger Unterstand fehlten völlig.
Horror-Bilder, die keiner vergisst
In den Zwingern vegetierten zig verwahrloste und verängstigte Hunde, die neben bereits leblosen Artgenossen ein Leben im Dreck führen mussten. Der aufreibende Hilfseinsatz hat sich bei den Rettern eingebrannt: leere, gebrochene Blicke der verbliebenen Tiere, so schwach, dass sie beim Versuch aufzustehen sofort wieder zusammenbrachen. Für viele kam jede Hilfe zu spät – sie starben einsam und qualvoll.
Keine vorzeitige Freiheit
Nun hat das Gericht entschieden: Laut ungarischen Medienberichten muss die Verurteilte auch das zweite – bedingte – Jahr wirklich im Gefängnis absitzen. Eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung wurde verworfen. Für viele Tierschützer ist das ein wichtiges Signal: Die Justiz nimmt das Leid der Tiere ernst.
„Was ich dort gesehen habe, werde ich mein Leben lang nicht vergessen“, sagt Krone-Tierecke Leiterin Maggie Entenfellner. Sie hat sich persönlich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Grauens gemacht. „Die Österreicherin stand auch schon früher im Verdacht, massiv illegalen Welpenhandel betrieben zu haben. Das ist komplett ausgeufert und der schlimmste Fall, der mir je untergekommen ist“, mahnt die Tierschützerin.
Doch es gibt auch Lichtblicke. „Das Schicksal dieser Tiere hat viele unserer Leser tief berührt. Dank der großen Anteilnahme konnten wir über 10.000 Euro an die ‘Pfotenzukunft Ungarn‘ spenden, um die Versorgung, medizinische Betreuung und Unterbringung der geretteten Hunde zu unterstützen“, so Entenfellner.
Jeder Euro hilft
Wer helfen möchte, wenn wie in diesem Fall Tiere gerettet werden müssen, kann mit einer Spende unterstützen. Die „Krone“-Tierecke kümmert sich seit Jahrzehnten um notleidende Tiere. Auch verstoßene und heimatlose Vierbeiner finden über die Tierecke ein neues Zuhause. Mit den Spenden tierliebender Leser werden österreichweit Tierheime und -Vereine sowie Tierhalter in Not unterstützt. Helfen auch Sie dabei, diese wertvolle Arbeit aufrechtzuerhalten!
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