Vorsicht auf Seen

„Zumindest zehn Zentimeter soll das Eis dick sein“

Oberösterreich
12.01.2026 10:00

Bis zum Freitag war das Eis teilweise glasklar, jetzt liegt auf vielen Seen und Teichen eine Schneeschicht. Die macht es nicht einfacher, die Eisdicke zu schätzen, und kann gefährliche, dünne Stellen „tarnen“. Feuerwehr, Linz AG und Wasserrettung mahnen zur Vorsicht auf Freieisflächen.

Mit Steckleitern, improvisierten Holzleitern und Profi-Eiserettern waren die Feuerwehrleute aus Feldkirchen/Donau in Oberösterreich zu den örtlichen Badeseen ausgerückt, um ihr Wissen in Sachen „Eisrettung“ aufzufrischen. Denn auf den zugefrorenen Seen tummeln sich bei Schönwetter jetzt Hunderte Eisläufer, Hockeyspieler, Stockschützen und Spaziergeher. „Ich kann mich die letzten zehn Jahre nicht mehr erinnern, dass die Seen so schön zugefroren waren“, freut sich ein einheimischer Stocksportler. 

Nur drei Minuten Zeit
Doch teilweise ist die Eisdecke noch dünn, etwa dort, wo es Wassereinlässe gibt oder „Quellen aufgehen“. „Das Eis sollte zumindest zehn Zentimeter dick sein, damit es sicher trägt“, weiß Martin Eberl von der Wasserrettung Oberösterreich. Denn bricht das Eis, ist höchste Eile geboten. Nach spätestens drei Minuten lähmt die Kälte die Muskeln und man kann sich nicht mehr über Wasser halten. Und ohne Hilfe aus dem Eisloch zu kommen, ist schwierig.

Neben Profi-Rettungssytemen gibt´s auch die hölzernen Leitern, die jetzt als Eisretter bei den ...
Neben Profi-Rettungssytemen gibt´s auch die hölzernen Leitern, die jetzt als Eisretter bei den Feldkirchner Badesee deponiert wurden(Bild: FF Feldkirchen/D.)
Steckleitern sind perfekt, um das Gewicht der Retter am Eis zu verteilen
Steckleitern sind perfekt, um das Gewicht der Retter am Eis zu verteilen(Bild: FF Feldkirchen/D.)

Eigenschutz ist entscheidend
„Der Eigenschutz bei der Rettung ist entscheidend“, heißt es bei der Feuerwehr Feldkirchen. Also nicht zum Eisloch hinlaufen, damit nicht noch ein Opfer im Wasser liegt: „Das Gewicht muss großflächig verteilt werden“, sagen die Fachleute. Das heißt, am besten auf eine Leiter legen oder diese zum Verunfallten hinschieben, damit er sich festhalten kann. Oder ein Seil hinwerfen. Bei den Feldkirchner Badeseen stehen jetzt rot-weiße-Holzleitern herum, die genau für solche Gefahrenmomente gedacht sind.

„Eisstärke kann stark variieren“
Wenn‘s unter einer Gruppe knackt, sollten sich die Personen voneinander wegbewegen, aber nicht sprinten, um keinen unnötigen punktuellen Druck aufs Eis zu erzeugen. Die Linz AG – zu der der Pleschinger- und Pichlingersee gehört – mahnt, wie auch die Feuerwehrleute, zur Eigenverantwortung bei der Benutzung von Natureisflächen. Denn die Eisdicke auf den Seen wird nicht geprüft, die Seen nicht offiziell freigegeben: „Die Eisstärke kann stark variieren, daher ist jederzeit größte Vorsicht geboten.“

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