Feuerwerks-Verbot

150.000 Unterschriften gegen das sinnlose Böllern

Tirol
27.02.2026 18:00

Unter dem Motto „Bellen statt Böllern“ haben sich am Freitagnachmittag Dutzende Demonstranten am Landhausplatz in Innsbruck versammelt. Sie forderten ein Feuerwerks-Verkaufsverbot der Kategorie F2 an Private.

Die Bürgerinnen und Bürger sind auf die Straße gegangen, um ein Verkaufsverbot von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 für Privatpersonen einzufordern – und den Druck auf Wien weiter zu erhöhen.

Es geht um Sicherheit und Tierwohl
Mehr als 150.000 Unterschriften wurden bereits an Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) übergeben. Die Antwort aus dem Ministerium fällt bislang hingegen sehr nüchtern aus: Man verweist auf die geltende Rechtslage und auch auf die Eigenverantwortung. Doch für viele Tirolerinnen und Tiroler greifen diese Aussagen zu kurz.

Denn die Realität rund um den Jahreswechsel spricht eine andere Sprache. Jahr für Jahr kommt es durch das Abfeuern von Pyrotechnik zu teils schweren Verletzungen, Bränden und erheblichen Sachschäden. Freiwillige Feuerwehren, Rettungsorganisationen und Krankenhäuser stehen unter enormem Druck. Dazu kommen verängstigte Haustiere, gestresste Nutztiere, aufgescheuchtes Wild und eine Umweltbelastung.

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Tirol fordert Verantwortung auf Bundesebene. Und viele Bürger machen klar: Wegschauen ist keine Option mehr.

Tirols Sicherheits-Landesrätin Astrid Mair

„Sollte es zum kommenden Jahreswechsel erneut zu schweren, vielleicht gar katastrophalen Unfällen kommen, wird man sich in Tirol sehr genau erinnern, wo notwendige Entscheidungen vertagt wurden. Noch wäre ausreichend Zeit, eine längst überfällige Kurskorrektur vorzunehmen. Noch könnte Wien beweisen, dass Sicherheitsinteressen, Tierwohl und Umweltschutz höher wiegen als wirtschaftliche Überlegungen“, sagt Astrid Mair, Tiroler Sicherheits-Landesrätin, gegenüber der „Krone“.

Sie hat sich intensiv dafür eingesetzt, dass im Tiroler Landtag ein Allparteienantrag zustande kommt, der ein Verkaufsverbot für Privatpersonen von pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie F2 fordert. Dieser Antrag wird im März behandelt und anschließend nach Wien übermittelt – ein deutliches Signal der Geschlossenheit.

Wegschauen ist keine Option mehr
Doch ebenso deutlich ist: Mit einem bloßen Nein aus der Bundeshauptstadt wird man sich nicht zufriedengeben. Wenn ein Bundesland parteiübergreifend handelt, wenn Hunderttausende unterschreiben und wenn Einsatzkräfte jedes Jahr an ihre Grenzen gebracht werden, dann hat die Bevölkerung es verdient, gehört zu werden. Die Zeit ist reif für eine Veränderung.

Fazit: Die Demo war daher mehr als ein Protest – sie war ein Warnsignal. „Tirol fordert Verantwortung auf Bundesebene. Und viele Bürger machen klar: Wegschauen ist keine Option mehr“, sagt Mair.

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