Eis am Bodensee

Nach klirrender Kälte kommt jetzt Temperatursprung

Vorarlberg
07.01.2026 15:35

So eisig wie derzeit war es schon lange nicht mehr: Viele Gewässer in Vorarlberg sind aufgrund der Kältewelle zugefroren, sogar Teile des Bodensees sind mit Eis bedeckt. Ab Donnerstag wird es allerdings wärmer. 

Es ist schon Jahre her, dass es in Vorarlberg derart eisig war. Die letzte vergleichbare Kältewelle gab es anno 2018: Ende Februar wurden in Lech am Arlberg minus 24,8 Grad Celsius gemessen – der Nobelskiort war damals sogar der kälteste bewohnte Ort in Österreich. Noch kälter war es im Ortsteil Zug, wo das Thermometer sogar auf minus 28 Grad Celsius sank. Die niedrigste Temperatur seit Beginn der Aufzeichnungen wurde in Vorarlberg übrigens am 10. Februar 1956 mit exakt minus 31 Grad in der Bregenzerwälder Gemeinde Schoppernau gemessen.

Viele stehende Gewässer in Vorarlberg sind derzeit zugefroren – so auch der Alte Rhein
Viele stehende Gewässer in Vorarlberg sind derzeit zugefroren – so auch der Alte Rhein(Bild: Mathis Fotografie)
Hart im Nehmen: Eisbader am Alten Rhein in Lustenau
Hart im Nehmen: Eisbader am Alten Rhein in Lustenau(Bild: Mathis Fotografie)
Viele Vorarlberger genießen die winterlichen Verhältnisse: Die einen gehen wandern...
Viele Vorarlberger genießen die winterlichen Verhältnisse: Die einen gehen wandern...(Bild: Mathis Fotografie)
... andere tauchen sogar unter das Eis ab.
... andere tauchen sogar unter das Eis ab.(Bild: Mathis Fotografie)

Untersee fast komplett zugefroren
Ganz so kalt ist es aktuell zwar nicht, die Minus-20-Grad-Marke ist allerdings geknackt worden: In Lech wurden in der Nacht auf Montag minus 20,3 Grad Celsius gemessen. Die niedrigen Temperaturen haben auch dazu geführt, dass mittlerweile viele Gewässer zugefroren sind – unter anderem weite Teile der Bregenzerach und des Alten Rheins. Zum ersten Mal seit Jahren sind auch die Flachwasserzonen am Bodensee von Eis bedeckt – in Vorarlberg etwa am Rheinspitz und am Rohrspitz. Am flachen Untersee, dem sogenannten Gnadensee zwischen Allensbach und der Insel Reichenau, ist die Eisdecke annähernd durchgängig, was von Spaziergängern und Schlittschuhläufern weidlich ausgenutzt wird. Zuletzt war der Gnadensee im Jahr 2021 komplett gefroren.

Eiseskälte in Vorarlberg

In Lech wurden in der Nacht auf Montag minus 20,3 Grad Celsius gemessen worden – somit war Lech der Kältepol unter den bewohnten Gemeinden in Vorarlberg – eisiger war es nur im Hochgebirge. In den Tallagen am „frischesten“ war es in Schoppernau – dort sankt das Thermometer auf minus 18 Grad. 

Temperaturanstieg und Schneefall
Für den natürlichen Wasseraustausch im Bodensee waren die vergangenen Tage ein Segen: Dank der Kälte ist massenhaft sauerstoffreiches Oberflächenwasser in die Tiefe gesunken und im Gegenzug sauerstoffarmes Tiefenwasser an die Oberfläche gelangt, was für die ökologische Gesundheit des Sees essenziell ist. Ab Donnerstag wird es in Vorarlberg wieder spürbar wärmer werden, in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen untertags wieder regelmäßig über den Gefrierpunkt wandern.

Zudem ist auch Schnee angekündigt – speziell in den klassischen Nordweststaulagen ist mit nennenswerten Niederschlagsmengen zu rechnen. Ob es bis in die Tallagen des Rheintals schneien wird, ist allerdings nicht sicher, vermutlich dürften sich Schnee und Regen abwechseln. Nach dem „Wärmeeinbruch“ soll es dann abermals kälter werden – es besteht also Hoffnung, dass wir wieder einmal einen richtigen Winter erleben.

Porträt von Vorarlberg-Krone
Vorarlberg-Krone
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