Arbeitsmarktpolitik: Vorarlbergs AMS-Chef Bernhard Bereuter präsentierte gemeinsam mit den zuständigen Politikern, Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftslandesrat Marco Tittler, die Schwerpunkte für das Jahr 2026.
Die Arbeitsmarktchancen steigen mit der Qualifikation, deshalb richten wir unser Augenmerk vor allem auf jene Personengruppen mit den größten Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Das sind gesundheitlich belastete, ältere, geringqualifizierte, langzeitbeschäftigungslose Menschen und bleibeberechtigte Flüchtlinge“, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) bei der Präsentation der Schwerpunkte, die in diesem Jahr auf dem Vorarlberger Arbeitsmarkt gesetzt werden sollen. „Generell lautet die entscheidende Frage in allen Berufsfeldern und Branchen: Wie bekommen wir die besten Arbeitskräfte für die heimische Wirtschaft? Die Antwort lautet: qualifizieren, qualifizieren und nochmals qualifizieren“, ergänzte Wirtschaftslandesrat Marco Tittler.
Von den insgesamt 50,6 Millionen Euro, die das Land und das AMS heuer zur Verfügung stellen, sind 27,2 Millionen Euro für gemeinsam finanzierte arbeitsmarktpolitische Projekte bestimmt (19,5 Millionen Euro AMS, 7,7 Millionen Euro Land) – rund 4400 Menschen sollen davon profitieren. Allein 7,9 Millionen Euro aus diesem Topf werden für knapp 700 junge Menschen unter 25 Jahren bereitgestellt. 3,5 Millionen Euro sind für die Ausbildung von rund 1500 Geringqualifizierten vorgesehen, 15,8 Millionen Euro für rund 2300 Menschen, die zu den benachteiligten Personengruppen zählen. Damit soll Langzeitarbeitslosigkeit verhindert bzw. abgebaut werden. Vom Land Vorarlberg kommen zusätzliche 3,7 Millionen Euro für verschiedene arbeitsmarktpolitische Maßnahmen hinzu, in deren Genuss weitere 750 Menschen kommen werden. 19,7 Millionen Euro werden vom AMS für eigene Aktivitäten eingesetzt.
Angebot für Jugendliche mit Einzelcoaching
Neu ist ein Angebot für junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren mit psychischen Problemen: Am 1. April 2026 startet „CLOCKS – jeder Mensch tickt anders“. Bis 31. Dezember 2028 sind insgesamt 28 Durchgänge mit je 25 Teilnehmern geplant. Die Kursdauer beträgt 28 Wochen, hinzu kommt eine Nachbetreuung mit Einzelcoachings.
Für Jugendliche, die trotz aller Vermittlungsbemühungen keine Lehrstelle finden, wird in den die überbetrieblichen Ausbildungszentren eine Lehre in den Bereichen Metall, Holz, Malerei, Betriebslogistik, Elektrotechnik, Gastro, Büro, Handel und Fahrradmechatronik angeboten.
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