Aufregung im Bregenzerwald! Ein Bizauer Landwirt ärgert sich darüber, dass im Schönenbachertal Wildtierkadaver einfach liegengelassen oder in die Subersach geworfen wurden. Eine veterinärmedizinische Untersuchung habe es nicht gegeben. Dadurch sei das Risiko, dass TBC über andere Wildtiere auf Nutzvieh übertragen werde, wesentlich höher.
Dass solche Funde die Landwirte auf die Barrikaden bringen, ist verständlich. Erst vor Kurzem wurde die Tötung von 49 verbliebenen Tieren eines Hofes im Bregenzerwald angeordnet, nachdem dort im Dezember des vergangenen Jahres mehrere TBC-Fälle aufgetreten waren.
Auch die Vorarlberger Grünen schlagen angesichts der anhaltenden TBC-Fälle und der jüngsten Vorwürfe aus dem Schönenbachertal Alarm. „TBC ist eine ernsthafte Seuchengefahr für Nutztiere, Wildtiere und letztlich auch für den Menschen. Ich erwarte, dass die Landesregierung die Situation ernst nimmt und statt salbungsvoller Worte Taten sprechen lässt“, betont die grüne Landwirtschaftssprecherin Christine Bösch-Vetter.
In einer Anfrage an den zuständigen Landesrat Christian Gantner (ÖVP) will sie nun wissen, welche Maßnahmen er setzt, um eine gelingende Seuchenbekämpfung sicherzustellen. „Wenn der Landesrat nach den Bildern aus dem Schönenbachertal nicht sofort handelt, dann nimmt er TBC in den Ställen der Vorarlberger Bauernschaft in Kauf. Mitleidsbekundungen und Entschädigungszahlungen reichen nicht aus, um die Seuche zu bekämpfen“, betont Bösch-Vetter.
Mit ihrer Anfrage wollen die Grünen außerdem klären, wie konsequent die TBC-Bekämpfung tatsächlich umgesetzt wird. Dabei geht es um Abschusszahlen und Proben sowie die Rolle der Jagdaufsicht und um eine mögliche Ausstiegsstrategie aus der Wildfütterung. „Der zuständige Landesrat muss endlich handeln, Wildbestände realistisch erfassen, die Fütterungen schrittweise beenden und die Kontrollen verschärfen“, fordert Christine Bösch-Vetter.
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