Terrorwarnstufe 4, Silvester steht bevor und dann bestellt man im Internet eine große Menge Sprengstoff oder Chemikalien, aus denen Sprengmittel hergestellt werden können. Das ist die Mischung, die nötig ist, damit der Staatsschutz hellhörig wird. Und deshalb klingelte er auch bei einem Mühlviertler, der dann kleinlaut wurde.
Die Polizei, genauer gesagt die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienste (DSN) hatte eine Liste mit fünf Personen, die verdächtige Bestellungen aufgegeben hatten. Am 30. Dezember läuteten dann zeitgleich Beamte der jeweiligen Landesämter für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) bei den Verdächtigen.
Verdächtiger führte Polizei zum Lager
In Oberösterreich war es eine Adresse im Mühlviertel, genauer gesagt in Freistadt – und die „Zielperson“ war auch daheim. Was folgte, war ein sogenanntes Sensibilisierungsgespräch. Und im Zuge dessen gab der Besteller kleinlaut zu, dass er zwar Ware geordert hatte, aber diese nur fürs private Feuerwerksschießen verwenden wollte. Und er zeigte den Beamten auch sein Lager, in dem mehr als 570 illegale Feuerwerkskörper gehortet wurden. Jetzt gibt´s Anzeigen und Silvester wird bei ihm nicht so laut, wie geplant.
Kein Extremismus-Hintergrund
„Es war bei keiner Person ein extremistischer Hintergrund gegeben“, gibt man beim DSN Entwarnung, dass einer der Besteller einen Anschlag geplant habe. Allerdings wurden in Oberösterreich, der Steiermark und Niederösterreich insgesamt 15.000 Stück gefährliche pyrotechnische Gegenstände mit einem Gesamtgewicht von 380 Kilo sichergestellt, darunter auch Kugelbomben der Klasse F4 und in Niederösterreich auch Leuchtspurmunition.
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