Der vielfach totgesagte Wintersport lebt weiter: Das beweisen auch zwei neue Skilifte, die im steirischen Ennstal täglich bis zu 7000 Gäste zwischen Hauser Kaibling und Planai hin- und hertransportieren. Der Kreischberg zieht im nächsten Jahr nach.
Wer in der „Champions League“ (Tourismusverband-Chef Mathias Schattleitner) mitspielen will, der darf nicht bescheiden sein. Anfang Dezember wurde in der Vier-Berge-Skischaukel im Ennstal ein weiteres Riesenprojekt abgeschlossen: Am Hauser Kaibling wurde eine neue 10er-Gondelbahn errichtet, auf der Planai eine Achter-Sesselbahn.
Die Verbindungen zwischen den beiden Skigebieten war bis zu dieser Investition oft ein Nadelöhr und brachte Wartezeiten mit sich – das ist nun Geschichte, resümiert Planai-Geschäftsführer Georg Bliem: „An Spitzentagen wechseln 6000 bis 7000 Gäste von einem Skiberg zum anderen.“ Dabei komme es zu keinen Verzögerungen.
Kreischberg: Neue Gipfelbahn zum 50. Geburtstag
Auch längst in der Königsklasse der steirischen Skigebiete spielt der Kreischberg mit. Dort wurde kürzlich das 50-Jahre-Jubiläum gefeiert. Der Start im Dezember 1975 erfolgte mit zwei Doppelsesselliften und einem Schlepplift, mittlerweile sind es zwölf Lifte und fast 100 Mitarbeiter.
Im Sommer 2026 folgt der nächste Schritt: Um 20 Millionen Euro wird der 40 Jahre alte Zweier-Sessellift auf die Rosenkranzhöhe durch eine Achter-Sesselbahn ersetzt. Das erhöht die Kapazitäten deutlich – einen solchen Effekt hatte auch die Gondelbahn im Tal, die vor vier Jahren eröffnet wurde. „Es gibt seitdem keine Wartezeiten mehr“, sagt Geschäftsführer Karl Fussi.
Wir hatten am Stuhleck einen guten Saisonstart. Der Nebel in Wien und Graz hat viele dazu verleitet, die sonnigen Berge zu besuchen.

Fabrice Girardoni (Stuhleck)
Bild: Sepp Pail
Immer mehr Beschneiungsanlagen
Neue Liftanlagen wie am Kreischberg werden in den nächsten Jahren aber wohl eher eine Minderheit bleiben, der Fokus liegt auf einer noch leistungsstärkeren Beschneiung, meinen sowohl Bliem als auch Stuhleck-Geschäftsführer und Seilbahnsprecher Fabrice Girardoni. Große Skigebiete trachten danach, möglichst schnell und rasch viele Pisten zu beschneien und so mit Schlagkraft in die Saison zu starten. Aber auch kleinere und mittlere Betreiber punkten zunehmend mit ihren Schneeanlagen (die auch vom Land gefördert werden).
Letzter Lift am Dachstein wird abgebaut
Nochmals zu den Liften: Dort endet 2026 endgültig eine Ära. Anfang des Sommers soll mit dem „Mitterstein“ die letzte Anlage am (schmelzenden) Dachstein-Gletscher abgebaut werden. Laut Bliem gilt es nur noch letzte rechtliche Details mit dem Land Oberösterreicher (der Lift liegt schon jenseits der Bundesländergrenze) zu klären.
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