Bei der Modernisierung bestehender Windparks kommt es dazu, dass die Zahl der Anlagen sinkt, wie etwa beim „Repowering“-Projekt bei Kettlasbrunn im Bezirk Mistelbach. Von zwanzig bestehenden Anlagen werden dort 17 abgebaut und durch zwölf moderne, dem aktuell technischen Stand entsprechende Windräder ersetzt.
„Durch die Maßnahme wird dort trotzdem knapp dreimal so viel Ökostrom erzeugt als bisher. Wir sind in Niederösterreich gerne die Ökostromlokomotive Österreichs, weil wir unsere Heimat damit unabhängiger von Energieimporten machen als bisher.“ Ins selbe Horn bläst EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz: „Bis 2030 möchte die EVN ihre Windkraftleistung von aktuell rund 530 MW auf 900 MW ausbauen. Mit Projekten wie diesem in Kettlasbrunn schaffen wir es, bei gleichbleibender Anlagenanzahl, deutlich mehr Ökostrom zu erzeugen. Diese Potenziale wollen wir nutzen.“
Rekordmeldungen von AKW-Anlagen aus dem Nachbarland . . .
Wenn man über die Grenzen Richtung Norden blickt, kann man diesem Trend, bestehende Anlagen bestmöglich durch neue Windräder zu ersetzen, nur zustimmen: Denn aus Tschechien ist kürzlich gemeldet worden, dass im größeren der beiden Atomkraftwerke, Temelín, in diesem Jahr bei der Energieproduktion ein neuer Höchstwert erreicht worden sei – mit einer Jahresproduktion von 16,8 Terawattstunden. Damit ist die umstrittene Anlage in Temelín der wichtigste Stromproduzent in Tschechien: Man deckt damit ein Fünftel des Gesamtverbrauchs im ganzen Land ab.
Das Land bringt Wind- und Photovoltaikenergie in neue Dimensionen
Hierzulande erreichen die Messanlagen der Stromproduktion ebenfalls neue Höhen – allerdings auf einer ganz anderen Basis: Allein in den letzten beiden Jahren wurden bisher schon 133 Windräder mit einer Leistung von 835 MW von der Landesregierung einstimmig genehmigt. Als Update zur ursprünglichen Beschlussfassung im Jahr 2019 wurden die damaligen Windkraft-Ziele von 7000 GWh auf 8000 GWh und die Photovoltaik-Ziele von 2000 auf satte 4500 GWh erhöht. Landesvize Stephan Pernkopf ergänzt die Statistikwerte im Niederösterreich-Anteilsvergleich mit aktuellen Zahlen: „Niederösterreich stellt den Löwenanteil der Erzeugung von 48 Terawattstunden durch Windkraft.“
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