Plus zwei Prozent 2025

Weihnachten beschert Handel 1,2 Mrd. € Mehrumsatz

Wirtschaft
11.12.2025 20:57

Das Weihnachtsgeschäft ist für den heimischen Handel besonders wichtig. So wird im Dezember im Schnitt um rund 20 Prozent mehr Umsatz gemacht als in „normalen“ Monaten. Aktuell zeigen sich die Betriebe zufrieden. Handelsverband und Wifo rechnen unterm Strich heuer mit einem Plus von rund zwei Prozent.

„Weihnachten ist das fünfte Quartal für den Handel“, erklärt Rainer Will vom Handelsverband. Einzelne Branchen wie etwa der Spielwarenhandel machen im Dezember sogar den dreifachen Umsatz im Vergleich zum Durchschnitt des restlichen Jahres.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Umso erfreulicher ist die bislang zufriedenstellende Nachfrage. Konsumenten geben laut Umfrage heuer im Schnitt 389 Euro für Geschenke aus – drei Euro mehr als 2024. Fast jeder Zweite (45 Prozent, siehe Grafik) setzt auf Gutscheine – ein Höchstwert. Top sind auch wieder Spielwaren und Bücher. „Unterm Strich erwarten wir einen Dezember-Umsatz von 7,7 Milliarden Euro, der darin enthaltene weihnachtsbedingte Mehrumsatz beträgt 1,19 Milliarden Euro. Das ist unterm Strich eine Steigerung von zwei Prozent zum Vorjahr“, erklärt Will.

Gleichzeitig betont der Branchensprecher das weiterhin herausfordernde Umfeld. 61 Prozent der Österreicher geben nach wie vor an, „finanziell gestresst“ zu sein, zwei Drittel schränken sich beim Shopping ein. Dazu kommt die hohe Kostenbelastung für die Betriebe und eine schleppende Konjunkturerholung.

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12,5 Milliarden Euro geben die Österreicher im E-Commerce aus. 80 Prozent davon fließen ins Ausland.

Rainer Will, Geschäftsführer vom Handelsverband

Für das gesamte Handelsjahr rechnet das Wifo daher nur mit einem leichten (realen) Plus. Der Umsatz dürfte um 3,2 Prozent auf 79,8 Milliarden Euro steigen. Berücksichtigt man die Inflation, entspricht das real immerhin 1,2 Prozent mehr. 12,5 Milliarden Euro davon fließen zu Online-Shops, wobei 80 Prozent wiederum ins Ausland (zum Beispiel Amazon) gehen.

Will kritisiert hier die Politik, die nichts gegen Billigstanbieter wie Temu oder Shein tue.

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