Der börsennotierte oberösterreichische Autozulieferer Polytec hat sein operatives Geschäft im Vereinigten Königreich an die britische WHS-Gruppe verkauft. Im Rahmen des Deals sollen der operative Betrieb und die dafür notwendigen Sachanlagen an den Käufer übertragen werden, die Grundstücke und Gebäude bleiben im Besitz der Polytec und werden vermietet.
Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, heißt es von Polytec. Die 330 Beschäftigten sollen von der WHS-Gruppe übernommen werden. Der Verkauf des UK-Geschäfts sei für Polytec „Teil einer fortlaufenden Anpassung des Produktportfolios“, so das Unternehmen. Die Transaktion führe zu einer „deutlichen Reduktion der Nettofinanzverbindlichkeiten“.
Polytec stemmt sich gegen Automobilkrise
Polytec mit Sitz im oberösterreichischen Hörsching trotz der Krise im Automobilsektor. Das Unternehmen ist heuer in die Gewinnzone zurückgekehrt: Nach einem Verlust von 7,4 Millionen Euro in der Vorjahresperiode belief sich der Gewinn nach Steuern von Jänner bis September 2025 auf 2,4 Millionen Euro. Um die strategische Ausrichtung und die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zu optimieren, arbeite Polytec an der Anpassung des aktuellen Produktions- und Leistungsportfolios, hieß es bei der Präsentation der Ergebnisse.
Die Aktivitäten im Bereich „Painted Exterior“ sollen sich künftig auf das Nischengeschäft in Zentraleuropa konzentrieren. Anfang Juli hatte das Unternehmen entschieden, das deutsche Werk Weierbach in Idar-Oberstein mit Ende April 2026 zu schließen. Mittelfristig will der Autozulieferer die Umsätze im Geschäftsbereich „Smart Plastic & Industrial Applications“ auf rund 30 Prozent des Konzernumsatzes erhöhen.
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