Bündel an Maßnahmen

Offensive für ein besseres Sicherheitsgefühl

Oberösterreich
02.03.2026 16:40

Um die Zahl der sogenannten Angsträume zu verringern, initiiert die Stadt Wels eine neue Sicherheitskampagne. Bis Juni können die Welser im Internet unkompliziert ihre Sorgen oder Missstände melden. Dazu patrouilliert die Polizei künftig auf dem Rad. Im neuen Volksgarten kommen Parkwächter zum Einsatz. 

Unter dem Titel „Mehr Sicherheit für Wels – Ihr Blick macht den Unterschied“ startet die zweitgrößte Stadt Oberösterreichs eine neue Kampagne. Herzstück ist eine eigene Meldestelle, bei der die Bevölkerung online auf www.wels.gv.at/sichereswels sogenannte Angsträume unkompliziert nennen und Beobachtungen einbringen kann.

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 Unterschiedliche Lebenssituationen bringen unterschiedliche Blickwinkel – genau das macht diese Initiative wertvoll. Wir nehmen alle Hinweise ernst.

Gerhard Kroiß, FP-Vizebürgermeister

„Sicherheit wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen. Faktoren wie Alter, persönliche Lebenssituation oder Mobilität spielen dabei eine wichtige Rolle. Während manche besonders auf gute Beleuchtung achten, sind für andere gepflegte Orte oder rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr entscheidend. Die Kampagne trägt dieser Vielfalt bewusst Rechnung“, erklärt PF-Vizebürgermeister und Sicherheitsreferent Gerhard Kroiß.

Ausbau der Videoüberwachung
Geplant ist in Wels auch der Ausbau der Videoüberwachung – etwa beim Bahnhofsvorplatz. „Sowohl präventiv als auch bei einer Tätersuche erzielen wir an Orten mit Videoüberwachung bessere Ergebnisse“, erklärt Bürgermeister Andreas Rabl (FP). Auch am Eingang des neuen Volksgartens sind Kameras vorgesehen. Es werden dort auch Parkwächter zum Einsatz kommen. Übrigens: Im neuen „Central Park“ ist auch ein Fahrverbot für E-Scooter geplant.

Polizei fährt Rad
Ein weiteres Pilotprojekt ist bei der Stadtpolizei auf Schiene. „Im Mai beginnt die Einschulung der Mitarbeiter, ab Juni werden vier uniformierte Beamte mit dem Fahrrad in der Innenstadt oder der Traunau unterwegs sein“, kündigt Stadtpolizeikommandant Stefan Müller an.

Kritik der Grünen
Kritik an der Kampagne kommt von den Grünen: „Sicherheit entsteht nicht durch Kameras allein, sondern durch lebendige, soziale und gut gestaltete öffentliche Räume. Wer Plätze sicherer machen will, muss sie beleben“, meint Gemeinderat Alessandro Schatzmann. 

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