Budget 2026

Bregenz schreibt weiterhin tiefrote Zahlen

Vorarlberg
05.12.2025 15:35
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Die Mitglieder der Bregenzer Stadtvertretung haben am Donnerstag den Budgetvoranschlag für das Jahr 2026 beschlossen. Dem Ergebnishaushalt mit Aufwendungen von 148 Millionen Euro stehen Erträge in Höhe von lediglich 136 Millionen Euro gegenüber. Nach der Auflösung von Haushaltsrücklagen bleibt ein dickes Minus in Höhe von 4,6 Millionen Euro.

Zwar steigen im kommenden Jahr in der Landeshauptstadt die fortdauernden Einnahmen um 3,61 Prozent, doch auch die laufenden Ausgaben werden um rund 5,1 Prozent zunehmen. Dadurch verschlechtert sich die sogenannte „Manövriermasse“ um 2,4 Millionen Euro und liegt nun bei minus 12,5 Millionen Euro. Hauptursachen sind einmal mehr Kostensteigerungen bei den Beiträgen zum Sozial- und Gesundheitsfonds sowie höhere Personal- und Sachaufwendungen.

Investitionen und Schuldenentwicklung
Netto, also nach Abzug von Subventionen und ähnlichen Gegenfinanzierungen, sind für 2026 Investitionen in Höhe von 22,1 Millionen Euro vorgesehen. Das bedeutet eine weitere Reduktion im Vergleich zum Voranschlag 2025 (29,8 Millionen Euro). Für 2026 sind neben den letzten Investitionen für das Seebad und der dritten Baustufe des Festspielhauses notwendige Investitionen in unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel in der Kinderbetreuung vorgesehen.

Zur finanziellen Bedeckung müssen sowohl Darlehen aufgenommen als auch Rücklagen herangezogen werden. Die Gesamtverschuldung der Stadt – inklusive außerbudgetärer Finanzierungen - erhöht sich damit bis Ende 2026 unter Einbeziehung der verbleibenden Rücklagen auf 170,7 Millionen Euro.

Die Stadtvertretung hat zudem die Anpassung der kommunalen Gebühren für das Jahr 2026 beschlossen. Angehoben werden die Hundeabgaben, die Abfall- und Kanalisationsgebühren, die Friedhofsgebühren sowie der Tourismusbeitrag.

Bürgermeister Michael Ritsch.
Bürgermeister Michael Ritsch.(Bild: Shourot Maurice)

Bürgermeister Michael Ritsch betont die Bemühungen der vergangenen Jahre und verweist auf die verschärften Rahmenbedingungen des Stabilitätspakts: „Wir haben vor drei Jahren einen umfassenden Konsolidierungsprozess gestartet und das gesamte Aufgabenspektrum auf den Prüfstand gestellt. Für 2026 wurden erneut zahlreiche Budgetwünsche gestrichen, und in vielen Bereichen werden 20 Prozent der vorhandenen Mittel gebunden und am Jahresende eingespart werden müssen.“

Die strengen Vorgaben des Stabilitätspakts würden den Druck zusätzlich erhöhen. Bund und Länder seien gefordert, Antworten zu liefern und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, damit die Investitionsfähigkeit der Gemeinden und ihr finanzieller Handlungsspielraum auch künftig erhalten bleibe.

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