Kampf an zwei Fronten

„Wir gewinnen Zeit, aber es ist nur aufgeschoben“

Salzburg
03.12.2025 08:00
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Die Mitarbeiter der Sozialwirtschaft, das sind die Mitarbeiter privater Träger wie Diakonie, Lebenshilfe oder Caritas, kämpfen derzeit an zwei Fronten: Der Pflege-Bonus wurde zwar verlängert, soll aber mit Mitte 2026 fallen. Um faire Gehälter wird noch verhandelt. Protestmaßnahmen sind angedacht.

„Die Leute sind grantig“, sagt Christoph Eschbacher, Betriebsrat bei der Lebenshilfe in Salzburg. Daran ändert auch die Ankündigung, dass der Wegfall des Pflegebonus erst mit Mitte 2026 schlagend wird, nichts. „Das Problem wird nur aufgeschoben“, so der Betriebsrat. Denn die bis zu 10.000 Mitarbeiter der Sozialwirtschaft in Salzburg – von Pflegekräften bis zu Behindertenbetreuern in privaten Einrichtungen wie Diakonie, Caritas oder Lebenshilfe – kämpfen auch um eine faire Erhöhung ihrer Gehälter. Mehrere Runden scheiterten bereits, nächste Woche wird weiterverhandelt. Die Gewerkschaft bereitet sich schon auf Streiks in den Betrieben vor.

Kampf um faire Gehälter
In dem Kollektivvertrag der Privaten sind verschiedene Berufsbilder vom Fachsozialbetreuer für Behindertenarbeit bis zum gehobenen Pflegedienst zusammengefasst. Ihr Gehaltsniveau ist mit öffentlichen Arbeitgebern nur schwer zu vergleichen, weil die Systeme sehr unterschiedlich sind. Am schlechtesten würden im derzeitigen Vorschlag der Arbeitgeber länger gediente Fachkräfte aussteigen, so Eschbacher. „Das ist abzulehnen, weil sie es ja sind, die die Qualität im System absichern.“

 Im Rahmenrecht sind verschiedene Details wie Nachtarbeit oder das Abgelten von geteilten Diensten geregelt, so Eschbacher. Die Arbeitgeber schlagen eine Anpassung von unter zwei Prozent vor und wollen eine Zweijahresvereinbarung. Die Arbeitnehmer sind gegen „einen Blindflug“.

In der Luft hängen auch die Mitarbeiter jener Träger, wie Diakonie oder Caritas, deren Gehälter nach einem eigenen Kollektivvertrag geregelt sind. Protestmaßnahmen stehen im Raum. Eschbacher: „Die Situation aller soll sich verbessern.“

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