14.03.2014 22:35 |

Erste Liga

Leader Altach punktet nach zwei Remis wieder voll

Tabellenführer Altach ist in der Fußball-Erste-Liga nach zwei 2:2-Remis in Folge auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Die Vorarlberger feierten am Freitag einen hart erkämpften 3:2-Heimsieg gegen St. Pölten und sind damit weiter auf Aufstiegskurs. Für die Niederösterreicher ist das Thema Meistertitel nach Runde 23 hingegen wohl endgültig abgehakt.

In der Cashpoint-Arena entwickelte sich im Duell des Ersten mit dem Vierten ein absolutes Spitzenspiel. Die Hausherren durften sich über einen Traumstart freuen. St.-Pölten-Goalie Christoph Riegler faustete in der 12. Minute den Ball auf den Rücken von Jano, von dem der Ball ins eigene Tor prallte. Topstürmer Hannes Aigner hätte nachlegen können, setzte aber einen Weitschuss an die Latte (29.). Da war sein Offensivkollege Louis Ngwat-Mahop schon nicht mehr am Platz - er war mit Verdacht auf eine Bänderverletzung im Knie ausgeschieden.

Die St. Pöltner schafften durch einen wuchtigen Drop-Kick von Andreas Dober den leistungsgerechten Ausgleich (33.) und gingen gleich darauf in Führung. Gary Noel profitierte von einem unglücklichen Zech-Kopfball genau in den Lauf (37.). Die Altacher schlugen aber postwendend zurück. Martin Grasegger (St. Pölten) konnte bei einer Angriffsaktion der Vorarlberger nicht klären und Ismael Tajouri hatte keine Mühe zu vollenden (38.).

Zwei Gelb-Rote brechen St. Pölten das Genick
Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste weniger Risiko ein, wollten vor allem den Punkt sichern, was allerdings misslang. Nach einer Netzer-Flanke avancierte Felix Roth per Kopf zum Altacher Matchwinner (76.). Die Niederösterreicher beendeten das Spiel nach Gelb-Roten Karten für Marcel Holzmann (71.) und Peter Brandl (89.) mit zwei Mann weniger. Die Altacher sind nun schon seit elf Spielen ungeschlagen, für die St. Pöltner war es die erste Niederlage nach acht Partien.

Kapfenberg und Parndorf sorgten im Franz-Fekete-Stadion für eine unterhaltsame, offene Partie. Nur die fehlende Effizienz auf beiden Seiten verhinderte ein Torfestival. Nach der Pause fielen aber doch noch Treffer. Philipp Wendler sorgte mit einem Volleyschuss (51.) für das erste KSV-Tor des Kalenderjahres und den ersten Parndorf-Gegentreffer nach vier Spielen. Nach dem 1:1 durch Julian Salamon (73.) kündigte sich ein leistungsgerechtes Remis an, doch Ivan Lendric machte mit einem verwandelten Foulelfmeter (82.) noch den ersten Sieg der "Falken" nach zuletzt drei 0:2-Niederlagen in Folge perfekt.

Mattersburg und Hartberg bleiben ungeschlagen
Mattersburg (ein Sieg, drei Remis) und Hartberg (zwei Siege, zwei Remis) sind im Frühjahr weiter ungeschlagen. Alois Höller brachte die Burgenländer im Pappelstadion voran (21.), Dario Bodrusic sorgte aber kurz vor dem Seitenwechsel für das 1:1 (44.). Nach der Pause legten die Steirer nach einer Gelb-Roten Karte für Furkan Aydogdu (59.) durch einen Volleytreffer von Günter Friesenbichler nach (62.). Dank Markus Pink, der per Kopf traf (77.), bleiben die Mattersburger aber unter Coach Ivica Vastic unbesiegt. In ihren letzten fünf Heimspielen gab es jeweils eine Punkteteilung.

Für beide Teams verschlechterte sich die Lage im Abstiegskampf nicht, da die Vienna zu Hause gegen Liefering über ein 1:1 nicht hinauskam. Stefan Savic brachte die Gäste in Führung (32.), Andrej Lebedew gab aber prompt die passende Antwort (35.). Beide Mannschaften hatten mit Aluminiumtreffern von Andreas Strapajevic (15./Vienna) bzw. Yordi Reyna (44./Liefering) Pech. Die Wiener konnten somit nach vier Heimniederlagen hintereinander wieder einmal punkten, die Salzburger nach drei Niederlagen en suite.

Rückschlag für Lustenau im Aufstiegsrennen
Im Abschlussspiel der Runde erlitt Austria Lustenau einen herben Rückschlag im Titelkampf. Die Vorarlberger unterlagen in Horn mit 0:2 (0:2) und haben schon zehn Punkte Rückstand auf Tabellenführer Altach. Für die Niederösterreicher war es ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf, sie gaben die zuvor von der Vienna erhaltene "Rote Laterne" wieder an die Döblinger ab.

In den sechs direkten Duellen zuvor hatte immer jene Mannschaft gewonnen, die mit 1:0 in Führung gegangen war. Das war auch in Spiel Nummer sieben so. Zum Matchwinner in der Waldviertler Volksbank Arena im Aufeinandertreffen des schlechtesten Heimteams mit dem besten Auswärtsteam avancierte Florian Sittsam. Der zu Jahresbeginn von Sturm Graz gekommene 19-jährige Mittelfeldspieler traf nach einem Sahanek-Eckball per Kopf (9.) und vollendete nach Casanova-Vorarbeit ohne Mühe aus kurzer Distanz (39.).

Für die Horner war es der erste Heimsieg nach sieben Spielen. Die Vorarlberger gingen hingegen nach neun Auswärtsspielen ohne Niederlage wieder einmal in der Fremde als Verlierer vom Platz.

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