Krone „gekauft“?
Schwere Betrugsvorwürfe wegen neuer Miss Universe
Die Mexikanerin Fatima Bosch gewann erst vor wenigen Tagen den Titel der Miss Universe. Nun überschatten schwere Vorwürfe ihren Titel. Ein Ex-Jury-Mitglied wirft der Organisation vor, dass die Krone nicht an die Schönste ging, sondern „verkauft“ wurde.
Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Diese Regel möchten allerdings bei der neuen Miss Universe Fans und Beobachter nicht gelten lassen. Die Gewinnerin der Miss Universe Wahl, Fatima Bosch aus Mexiko, sei laut des Social-Media-Mobs nämlich nicht die schönste und geeignetste Kandidatin gewesen. Dass sie trotzdem gewonnen hat, sei laut ihren Kritikern eine geschobene Sache gewesen.
Hat Vater von Gewinnerin Geschäftsbeziehung zu Miss Universe Miteigentümer?
So sammeln sich unzählige negative Reaktionen unter den Bildern der neu gekrönten Miss. Kommentare wie „Betrug“, „Korrupt“, „Nicht unsere Miss Universe“ finden sich dort häufiger als positive Meldungen. Der Vorwurf: der staatliche mexikanische Ölkonzern Pemex, bei dem Fatimas Vater in hoher Position arbeitet, habe einen lukrativen Vertrag mit dem mexikanischen Unternehmen PJP4 unterzeichnet, dessen Eigentümer der Miss-Universe-Eigentümer Rocha sein soll. Sowohl der Vater der jungen Frau, als auch der Miss-Universe-Boss dementieren wirtschaftliche Verknüpfungen.
Schwere Vorwürfe von Ex-Jury-Mitglied
Öl ins Feuer gießt auch der weltweit angesehene Musiker Omar Harfouch. Als Jurymitglied hätte er bei der diesjährigen Miss Universe Wahl mitentscheiden sollen. Aufgrund des Verdachts von Intransparenzen ist er allerdings nur wenige Tage vor dem Finale als Jurymitglied zurückgetreten. Nun teilt er auf seinem Social Media Kanal ordentlich aus. Er habe Beweise für die Ungereimtheiten bei der Wahl und fordert ein Zurücktreten von Miss Mexiko und eine Reform des Bewerbs.
Rumoren bei den nationalen Miss-Organisationen
Die Anschuldigungen sorgten auch für ein heftiges Rumoren innerhalb des Miss Universe Verbandes. Die Miss Frankreich Organisation möchte aufgrund der Skandale im nächsten Jahr keine Kandidatin zur internationalen Wahl schicken, die fünftplatzierte Miss Elfenbeinküste legte ihren Titel ab und möchte mit der Organisation nicht zusammenarbeiten. Der Miss Universe-Chef möchte nun seine Anteile an der Wahl wieder verkaufen. „Ich habe es satt. Ich bin all das Gerede so leid. Dafür bin ich nicht zu haben“, sagt Rocha.
5 Fakten zur Miss Universe Wahl
- Seit 1952 wird bei dem Schönheitswettbewerb jährlich die „Miss Universe“ gekrönt. Die erste Miss Universe stammte aus Finnland.
- Neben Miss World und Miss Earth zählt die Wahl zu den größten Schönheitsbewerben der Welt. Jährlich treten über 100 Teilnehmerinnen aus verschiedenen Ländern an.
- Die Miss Universe Organisation ist zu gleichen Teilen im Besitz des mexikanischen Unternehmers Raul Rocha und der thailändischen Medienmogulin Anne Jakrajutatip. Zuvor war sie im Besitz von IMG, die die Firma von Donald Trump übernahm.
- Österreich gewann den Titel bisher noch nicht. Lisl Goldarbeiter gewann allerdings 1929 eine gleichnamige Vorläuferveranstaltung zur Miss Universe.
- Bei der diesjährigen Wahl ging überraschend die Mexikanerin Fatima Bosch als Gewinnerin hervor. Die Wahl war von zahlreichen Skandalen überschattet.
Miss Universe Boss wegen schwerer Delikte angeklagt
Die Diskussion rund um die Krone ist aber nicht das einzige Imageproblem, das die Schönheitswahl derzeit hat. Wie kürzlich bekannt wurde, wurde gegen Raul Rocha von der mexikanischen Bundesbehörden gleich wegen mehrerer, schwerer Delikte wie Waffen- und Treibstoffhandel Anklage erhoben. Er soll in einem Schmuggelring eine zentrale Rolle spielen.
Haftbefehl gegen weitere Miteigentümerin
Auch die Miteigentümerin der Miss Universe Wahl, die thailändische Transgender-Bekanntheit Anne Jakrajutatip, hat derzeit Probleme mit der Justiz. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen. In einem anhängigen Verfahren wegen Betrugs sei sie nicht zu einer gerichtlichen Anhörung erschienen. Berichten zufolge soll Jakrajutatip Thailand verlassen haben und in Mexiko untergetaucht sein.


















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