In Anbetracht der vergleichsweise mühsamen Saison des Schweizer Tabellenführers sei eine andere Einschätzung vor dem Hinspiel in Basel am Donnerstag (19 Uhr/Ticker in der Infobox) gar nicht möglich. "Wenn man gegen Ajax 6:1 gewinnt und so ein Selbstvertrauen ausstrahlt, muss man das so sagen", betonte Hoffmann, der sich bei Basel vornehmlich um die Videoanalyse kümmert. Was er gesehen hat? "Salzburg ist unglaublich kompakt. Jeder arbeitet für jeden, und wenn jemand einmal kein ganz richtiges Timing hat, dann bessert der nächste das aus. Sie gehen dabei teilweise auch ein hohes Risiko, aber es funktioniert."
"Basel würde keine 17-Jährigen um vier Millionen kaufen"
Dass die Elf von Roger Schmidt dem Wort "Gegenpressing" eine neue Dimension verliehen hat, steht für Hoffmann außer Frage. "Aber der Vorreiter war eigentlich Grödig", befand er. "Salzburg hat freilich eine andere individuelle Klasse. Salzburg hat vielleicht auch den Vorteil mit vielen jungen Spielern. Denn da muss jeder voll mitziehen, und den Jungen kannst du leichter etwas beibringen." Und an denen mangle es an der Salzach eben nicht: "Basel würde wohl keine 17-Jährigen um vier Millionen Euro kaufen."
Dazu komme, dass in Salzburg "sowohl beim Publikum als auch in der Mannschaft unglaubliche Euphorie" herrsche, sagte der 41-Jährige, der seit Jänner 2012 in Basel als "Co" werkt. Für ihn persönlich sei das Duell in jedem Fall "eine witzige Konstellation": "Ich bin einen halben Kilometer vom Taxhamer Trainingsgelände der Bullen entfernt aufgewachsen", erzählte Hoffmann, der in den Neunzigern mehrere Saisonen bei Zweitligist Braunau kickte und vor seinem Basler Engagement den Regionalligisten Seekirchen coachte.
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