Mo, 25. Juni 2018

Posthume Ehre

12.12.2005 12:54

Dominosteine gekippt - Spatz kommt ins Museum

Jener Spatz, der Mitte November sterben musste, weil er im Vorfeld des "Domino-Days" in Holland 23.000 Steine umwarf, kommt ins Naturkundemuseum von Rotterdam. Bisher wurde das tote Tier in einem Kühlschrank des holländischen Justizministeriums aufbewahrt.

Während der Vorbereitungen zum "Domino Day" in der niederländischen Stadt Leeuwarden hatte sich der gefiederte Freund in die Halle verirrt, wo die Teilnehmer aus aller Welt gerade dabei waren, mehr als vier Millionen Steine aufzubauen.

Jäger schoss den Vogel ab
Der Spatz löste durch sein Geflatter eine Kettenreaktion aus, die rund 23.000 Steine zu Fall brachte. Die Veranstalter sahen den Weltrekordversuch in ernsthafter Gefahr und bestellten einen Kammerjäger, der den Vogel abschoss. Danach wurde die Tierleiche auf Eis gelegt - in einem Kühlschrank des Justizministeriums.

Ehrenplatz im Museum
Nach dem Todesschuss traten die Tierschützer auf den Plan, übten massive Kritik und forderten eine Live-Entschuldigung im Fernsehen. Nun scheint dem unschuldigen Tier doch noch Gerechtigkeit zu widerfahren: Es wird entweder in
Formaldehyd eingelegt oder ausgestopft und bekommt danach einen Ehrenplatz im Rotterdamer Naturkundemuseum.

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