Eine „Doppelrodung“ sorgt für Empörung in Korneuburg: Hinter einem Sportgelände waren große Pappeln umgesägt worden. Jahre später muss aus Sicherheitsgründen auch die wiederaufgeforstete Baumreihe neu ersetzt werden. Da sie durch das Ausgraben für einen öffentlichen Platz nicht mehr „sicher“ sind, kann der Großteil aber woanders gepflanzt werden.
Als die mächtigen Pappeln, die seit langen Jahren seine Aussicht prägten, plötzlich gefällt worden sind, begann für den Leserbriefschreiber eine Geschichte, aus der er selbst nicht ganz schlau werde. Wie es scheint, ist hier ordentlich etwas durcheinander gekommen, wie der Korneuburger in einem Schreiben berichtet.
Eisenstangen zeugen von Versetzung und Neubau eines Schutzzauns
Es begann damit, dass im Rahmen der Erneuerung des Union-Sportplatzes eine schöne Pappelallee umgeschnitten worden sei, berichtet er: „Und das direkt vor einer Wohnsiedlung“, was für die Menschen, die sich an den schönen, groß gewachsenen Bäumen erfreut haben, wohl auch einen tiefen Einschnitt bedeutet hatte. Nach der anfänglichen Aufregung kehrte wieder Ruhe ein, weil man „im Vorjahr ersatzweise 15 Bäumchen dazwischen gepflanzt hat, die sich gut weiterentwickelt haben.“ Damals wurden auf der damit frei gewordenen Fläche Spielgeräte aufgestellt. Nun folgte jedoch der Schock: Die Neubepflanzung ist mit Spezialgeräten wieder entfernt worden. Im gleichen Zug habe man „eine Unmenge an großen Metallstangen aufgestellt“, die offenbar als Abgrenzung für eine Verbreiterung des bestehenden Weges platziert worden seien (siehe Artikel-Titelbild).
Sportanlagen-Erneuerung machte Baumrodung notwendig
Gartenbaumaschinen rückten an – so, wie diese ans Werk gingen, waren die „neuen“ Bäume offenbar zur Entsorgung bestimmt, kritisiert der Korneuburger: „Den Sportlatz hätte man auch anders anlegen können. Die Sinnhaftigkeit der Planung erlaube ich mir daher infrage zu stellen“, formuliert der „Krone“-Leser mit merkbar sarkastischem Unterton. „Die Renovierung des Sportgeländes ist ein lang laufendes Projekt, bei dem auch Experten involviert waren“, erklärt indes Korneuburgs Bürgermeister Christian Gepp.
Neue Bäume kommen – ein Teil der entfernten Pflanze wird „versetzt“
In diesem Bereich sei es jedoch notwendig gewesen, den Weg zu verbreitern, „da dieser sowohl von Schülern, als auch Radfahrern benützt wird“, sagt er. „Da die Frequenz höher geworden ist, müssen wir dort wegen des erhöhten Gefahrenaufkommens den Weg auf 3,25 Meter verbreitern und Bäume entfernen.“ Der Bereich werde aber durch knapp 15 junge Pflanzen, vorrangig, Hainbuchen wieder grüner gemacht – sie sollen in den nächsten Wochen gesetzt werden.
Weiters betont Gepp, dass die alten Bäume durch Beschädigung der Wurzeln auf der öffentlichen Anlage aus Stabilitätsgründen zwar nicht mehr „verwendet“ werden können, woanders aber durchaus ihren Platz finden werden . . .
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