Militärische Sperranlagen gab es im Laufe der Geschichte sonder Zahl: vom römischen Limes und dem Hadrianswall in England, über die Chinesische Mauer bis zur französischen Maginot-Linie und dem Atlantikwall, den die Nazis gegen eine Invasion der Alliierten errichteten. Und letztlich wurden diese Sperren alle früher oder später überwunden. Und nun wollen die Europäer, will die NATO einen „Drohnenwall“ in Osteuropa gegen Russland errichten. Ein solcher sei binnen Jahresfrist einsatzfähig, ließ uns der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius wissen.
EINERSEITS zeigen ja gerade die jüngsten Entwicklungen – sowohl im Ukraine-Krieg als auch nunmehr über europäischen Flughäfen –, dass solche billigen, kleinen und unbemannten Flugkörper offenbar den Luftkrieg der Zukunft bestimmen werden.
ANDERERSEITS ist derzeit noch ziemlich unklar, wie ein solcher Drohnenwall zur Identifizierung und Bekämpfung dieser Flugkörper aussehen soll. Mauern und Gräben, so etwas wie Bunkeranlagen, werden es wohl nicht sein. Eher Hightech-Einheiten, die ihrerseits ebenfalls mit unbemannten Billig-Raketen, Laserstrahlen oder dergleichen arbeiten werden.
Sicher ist jedenfalls, dass klassische Raketenabwehr, wie sie etwa „Sky Shield“ vorsieht, diesbezüglich ineffizient und viel zu teuer wäre. Tausende feindliche Billig-Drohnen könnten auf Dauer sicher nicht durch einige wenige millionenteure Mittel- und Kurzstreckenraketen bekämpft werden.
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