Auf Facebook handelte ein Serbe über drei Jahre mit gefälschten, hochpreisigen Luxus-Artikeln und Marken-Produkten. Die Fake-Ware ließ er durch einen Trick ins Land bringen, umging dabei den Zoll und hinterzog dadurch Abgaben. Er legte in Salzburg vor Gericht ein Geständnis ab und kassierte eine teilbedingte Geldstrafe.
Das Geschäft mit der gefälschten Markenware aus Drittländern ging von November 2020 bis August 2023. Angeboten hatte der Angeklagte – neben seinem Vollzeitjob – alles Mögliche: von Uhren, Taschen, Kugelschreibern bis hin zu Geldbörsen und Schuhen. In Summe hatten die Waren einen Wert von mehr als 400.000 Euro. Auf Facebook fungierte er dabei als „Trusted Dealer“. Jedoch soll er laut den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft mit „speziellen Versandmethoden“ den Zoll umgegangen haben. Beispielsweise waren die Pakete mit Herkunftsland Deutschland frankiert, obwohl sie eigentlich aus China kamen. 900 Pakete sollen so am Zoll vorbei ins Land gekommen sein.
Beim Prozess am Mittwoch in Salzburg zeigte sich der Mann umfassend und reumütig geständig. Er habe Geldnot gehabt und musste seine Familie finanzieren. Wegen Schmuggel als Beitragstäter sowie Abgabenhinterziehung verurteilte ihn das Landesgericht zu einer teilbedingten Geldstrafe in Höhe von 108.000 Euro. Die Hälfte, 54.000 Euro, muss er bezahlen – der Rest ist auf Bewährung. Zudem muss er den Schaden von knapp 90.000 Euro zurückbezahlen.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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