Di, 21. August 2018

"Bridgegate"

10.01.2014 19:27

Gouverneur Christie entschuldigt sich für Racheakt

Im Skandal um ein aus Rache herbeigeführtes Verkehrschaos hat der Gouverneur des US-Bundesstaates New Jersey, Chris Christie, die Bewohner des betroffenen Ortes Fort Lee um Entschuldigung gebeten. "Ich bin froh, dass er gekommen ist", sagte Bürgermeister Mark Sokolich nach dem Treffen mit Christie. "Ich nehme die Entschuldigung an."

Vor seinem Besuch in Fort Lee hatte der Republikaner Christie bei einer Pressekonferenz alle Bewohner New Jerseys um Verzeihung gebeten. Ob der "Racheakt" seiner Mitarbeiter (siehe Story in der Infobox) im Wahlkampf 2013 dem Gouverneur, der bisher als einer der aussichtsreichsten Anwärter auf die Nachfolge von US-Präsident Barack Obama galt, nachhaltig schaden wird, wie US-Medien mutmaßten, bleibt offen.

"Bridgegate" wird von Behörden untersucht
Die Behörden haben jedenfalls eine Untersuchung des in den USA bereits "Bridgegate" getauften Vorfalls eingeleitet. Es werde nun geprüft, ob durch die massive Verkehrsbehinderung der Brücke zwischen New Jersey und der Stadt New York US-Bundesgesetze gebrochen worden seien, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Christie war im November mit der Unterstützung mehrerer demokratischer Bürgermeister wiedergewählt worden. Einer, der sich in den Monaten vor der Wahl nicht für ihn einsetzte, war der demokratische Stadtchef von Fort Lee, Mark Sokolich.

Verkehrschaos auf Bestellung
Anfang September wurden in der Stadt, die nur durch den Hudson River von Manhattan getrennt ist, dann plötzlich für mehrere Tage zwei von drei Zugangsstraßen zur George-Washington-Brücke in Richtung New York gesperrt. Die Folge waren massive Verkehrsprobleme in Fort Lee. Wie ein Medien zugespielter E-Mail-Verkehr am Mittwoch offenbarte, hatte das Büro des Gouverneurs das Verkehrschaos "bestellt". Am Tag nach Bekanntwerden der Causa feuerte Christie die mutmaßlich verantwortliche enge Mitarbeiterin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.