Ein Campingbus ganz ohne Camper, ein Kunststoffschloss, das Leben retten kann und ein Automat, der mit automatisierter Gewebezucht Tierversuche vermeidet – all diese genialen Innovationen stammen von besonders kreativen Unternehmern aus Niederösterreich.
Das Start-up CampBoks liefert maßgeschneiderte Campingboxen
Die Idee dazu entstand aus purem Eigennutzen. „Wir wollten schnell und unkompliziert einen Transporter fürs Campen umbauen“, erzählt Paul Schneider, Gründer und Geschäftsführer von CampBoks. Nachdem es keine befriedigenden Lösungen gab, haben er und sein Geschäftspartner Lothar Gallistl dann selbst Hand angelegt.
Ideen dazu stammen direkt im Austausch mit den Kunden. „Aber auch unsere eigenen Campingtrips inspirieren uns ständig“, so die Outdoor-Freaks. CampBoks ist für klassische Transporter konzipiert. „Idealerweise ab der Größe eines VW T5 oder ähnliche Modelle“, so Schneider. Mindestbreite zwischen den Radkästen sollte 119 cm sein. „Und die Laderaumlänge zwei Meter für das ausgezogene Bett“. Derzeit werden zwei Modelle angeboten: „CampBoks Pro mit Küche und CampBoks Lite ohne Küche, dafür mit mehr Stauraum“, so Schneider.
Ein Kunststoffschloss aus dem 3D-Drucker, das Leben retten kann
Bereits seit über drei Jahren tüftelt Wolfgang Bauer mit seiner Firma BKTBauer in St. Pölten an seinen speziellen Türsicherungen, die Leben retten können. „AmokTS“ nennen sich seine im 3D-Drucker hergestellten Schlösser, die zusätzlich zu einem herkömmlichen Schloss temporär an der Tür angebracht werden. Der Vorteil: „Eine mit ’AmokTS’ gesicherte Tür kann weder mit Zweitschlüssel, noch mit einem Dietrich aufgesperrt werden“, so Bauer. Derzeit gibt es fünf verschiedene Varianten im Angebot.
Mir wurde klar, dass man nicht retten muss, wenn man beschützt.
Firmenchef Wolfgang Bauer,
Zum Einsatz kommen die Schlösser in öffentlichen Gebäuden genauso wie im privaten Haushalt als Einbruchsschutz. Binnen vier Sekunden können sie angebracht werden. Hergestellt werden seine Produkte im 3D-Drucker mit Biokunststoff. „Und ich achte darauf, nur grünen Strom einzukaufen und zu verwenden“, so Bauer.
Der Automat, der mit automatisierter Gewebezucht Tierleid vermeidet
Nach erfolglosen Versuchen, Impfstoffe gegen Alzheimer und Parkinson zu entwickeln, musste Manfred Taschners damaliger Arbeitgeber den Betrieb schließlich einstellen. Trotz zahlreicher Tierversuche zeigte das Medikament keine Wirkung im Menschen. Für Taschner war dies ein Wendepunkt: Zusammen mit dem Gründerteam erkannte er die Grenzen traditioneller Methoden und startet sein eigenes Unternehmen, das skalierbare Alternativen für Tierversuche entwickelt – die automatisierte Gewebezucht.
Einer der möglichen Gründe für das Scheitern des Impfstoffs war die sogenannte Blut-Hirn-Schranke – eine biologische Barriere, die Substanzen herausfiltert, bevor sie das Gehirn erreichen können.
Die mit unserer Maschine produzierten Modelle bilden die menschliche Biologie wesentlich genauer ab als Tierversuche.
Manfred Taschner, CEO LifeTaq-Analytics GmbH
Dieser Effekt blieb in Tierversuchen aufgrund physiologischer Unterschiede unentdeckt. Gemeinsam mit seinem Team entwickelte Taschner bei LifeTaq eine automatisierte Technologie, die menschliche 3D-Zellmodelle herstellt und das Verhalten von Geweben im Körper realistischer nachbildet – schneller, kostengünstiger und zuverlässiger als herkömmliche Verfahren und darüber hinaus ohne Tierleid.
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