Die Zahl der Einbruchsdiebstähle sei in den vergangenen Jahren zwar leicht rückläufig, erklärte Othmar Ederer vom Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs, dennoch seien im Jahr 2012 über 15.000 Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäuser angezeigt worden. Viele dieser Taten wären vermeidbar gewesen, so KFV-Direktor Othmar Thann, denn viele Österreicher unterschätzen gerne den Wert der Gegenstände in ihrem Zuhause. Zudem sind sich viele der möglichen Sicherheitsrisiken in ihrem Eigenheim gar nicht bewusst und machen es Dieben leichter als nötig.
Verstecke in eigener Wohnung meist unsicher
So sind laut einer aktuellen KFV-Umfrage 43 Prozent der Befragten nicht oder kaum besorgt darüber, dass sie selbst Opfer eines Einbruchs werden könnten, erklärte Thann. Bei 34 Prozent der 500 Befragten gelten Verstecke in der eigenen Wohnung - etwa Schubladen, Wäschestapel oder Kastenecken - gar als sichere Orte für Schmuck oder Bargeld, führte er aus. In Garagen und unter Blumentöpfen seien noch immer Zweitschlüssel zu finden.
Diese, vermeintlich kreativen Verstecke entpuppen sich jedoch rasch als schnell entdeckt. "In der Regel kann man davon ausgehen, dass Einbrecher als Wiederholungstäter viel Erfahrung darin besitzen, wo Menschen ihr Hab und Gut verstecken", warnte Thann.
Sicherheitstüren einbauen, Fenster verschlossen halten
Jeder einzelne sei jedoch in der Lage, die Gefahr, einem Einbrecher zum Opfer zu fallen, zu verringern, zeigte sich Gerhard Lang, Leiter der Strategieabteilung beim Bundeskriminalamt, überzeugt. So könne man etwa durch die Installation von Balkenriegelschlössern oder Sicherheitstüren Langfinger abschrecken.
Außerdem sollten Terrassentüren geschlossen und Fenster nicht gekippt werden, wenn niemand zu Hause ist. Wichtig sei es auch, die Sicherheitsmaßnahmen aufeinander abzustimmen. Spontantäter legen sich im Vorfeld nämlich nicht auf die Art fest, in der sie eine Tat begehen, erklärte Lang. Finden sie etwa eine moderne Sicherheitstür vor, suchen sie den Weg des geringeren Widerstandes und versuchen, über ein Kellerfenster in das Gebäude zu gelangen.
Guter Kontakt zu Nachbarn erhöht Sicherheit
Ein weiterer Sicherheitsfaktor könne auch der gute Kontakt mit den Nachbarn sein, so Lang. Ungewöhnliche Vorgänge könnten so leichter erkannt und gemeldet werden.
Mit jeder Straftat, die man so verhindern könne, verhindere man auch ein Opfer, betonte der Leiter der Strategieabteilung. Neben den materiellen Schäden hätten diese häufig auch mit psychischen Folgen eines Einbruchs zu kämpfen. Bis zur Aufgabe der Wohnung oder zum Austausch der gesamten Kleidung könne das Gefühl der Unsicherheit führen.










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