Vor Hollande-Besuch

Netanyahu lädt Abbas zu Gastrede in Knesset ein

Ausland
18.11.2013 19:19
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am Montag Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas eingeladen, vor der Knesset zu sprechen. Abbas müsse dort aber auch anerkennen, dass das jüdische Volk seit fast 4.000 Jahren mit dem Land Israel verbunden sei, sagte Netanyahu im israelischen Parlament kurz vor einer Gastrede des französischen Staatschefs Francois Hollande. Er selbst sei zugleich bereit, nach Ramallah zu kommen.

Hollande drängte Israel bei einer Ansprache im Parlament zu einer umfassenden Friedenslösung mit den Palästinensern. "Der Frieden wird Ihr größter Sieg sein", rief er den Abgeordneten am Montagabend in Jerusalem zu. Er bekräftigte seine Forderung nach einem vollständigen Baustopp in den israelischen Siedlungen in den Palästinensergebieten. Die Lösung für Nahost seien zwei unabhängige Staaten, die sich Jerusalem als Hauptstadt teilen. "Der Status quo kann nicht weitergehen", betonte Hollande.

Hollande versicherte Israel bei seiner Ansprache der "tiefen Freundschaft" seines Landes. "Die Geschichte hat eine starke und unverbrüchliche Verbindung zwischen uns geschaffen", sagte er. Der israelische Parlamentspräsident Juli Edelstein würdigte Hollandes "mutige Führung" im Kampf gegen eine Aufrüstung des Irans mit Atomwaffen. Hollande bekräftigte, Frankreich werde es Teheran nicht erlauben, in den Besitz nuklearer Waffen zu gelangen.

Auch bei einem Besuch in Ramallah hatte Hollande zuvor einen Siedlungsbaustopp gefordert. "Frankreich ist gegen die Siedlungen", sagte er nach einem Treffen mit Abbas. Abbas sagte, man wolle die im Juli unter US-Vermittlung wiederaufgenommenen Verhandlungen mit Israel ungeachtet des jüngsten Streits über israelische Siedlungsprojekte fortsetzen.

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