Schlechtes Gewissen

Türkei: Babyhandel in letzter Minute gescheitert

Ausland
07.11.2013 13:09
Auf einem Flughafen in Istanbul ist ein illegaler Babyhandel praktisch in letzter Minute gescheitert. Eine aus Deutschland angereiste Frau habe das vier Monate alte Kind nach dessen Übergabe zurückgelassen, weil sie fürchtete, von der Grenzpolizei entdeckt zu werden, berichteten türkische Medien am Mittwoch. Sie habe das Baby von der aus Turkmenistan stammenden Mutter für 1.000 Türkische Lira (etwa 370 Euro) übernommen.

Überwachungskameras zeichneten die Täterinnen auf dem Sabiha-Gökcen-Flughafen auf. Allerdings wurde die Flughafenpolizei erst auf den Fall aufmerksam, als die Käuferin anrief und die Beamten über das Baby informierte - möglicherweise weil die Frau von Gewissensbissen geplagt wurde. Die aus Deutschland angereiste Frau hat türkische Wurzeln und das Geschäft über das Internet vorbereitet.

Mutter: "Ich bereue es und will mein Baby zurück"
Die 22 Jahre alte leibliche Mutter lebt illegal in der Türkei. Ihr Kind wurde nicht ehelich geboren. "Als ich schwanger wurde, wollte ich das Baby loswerden", wurde sie in Medienberichten zitiert. Doch mittlerweile sieht die Mutter die Sache ganz anders: "Ich bereue es. Ich will mein Baby zurück", meinte die 22-Jährige.

Turkmenin soll abgeschoben werden
Die Frauen wurden zunächst vernommen. Die Turkmenin und ihre ebenfalls in der Türkei lebende Mutter sollen den Berichten zufolge abgeschoben werden.

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