3:1 für Alan und Co.

"Bullen" gewinnen gegen Lüttich auch auswärts

Sport
07.11.2013 20:56
Red Bull Salzburg hat sich vorzeitig für das Sechzehntelfinale der Europa League qualifiziert. Nach dem 2:1-Heimerfolg vor zwei Wochen hielten die "Bullen" am Donnerstag auch auswärts sowie ohne den angeschlagenen Goalgetter Jonatan Soriano und Flügelwirbler Sadio Mane den belgischen Tabellenführer Standard Lüttich in Schach, siegten 3:1 und buchten dank ihrer makellosen Bilanz schon zwei Spiele vor dem Ende der Gruppenphase ihr Ticket für die K.-o.-Phase.

Dass sich die Salzburger ihrer perfekten Vorstellung in der EL-Saison 2009/10 (sechs Siege in sechs Spielen der Gruppenphase) nähern, war auf dem tiefen Boden des Stade Maurice Dufrasne Treffern von Dusan Svento (42.), Kevin Kampl (45.+1) und einem sensationellen Fallrückzieher Alans (58.) zu verdanken. Das Team machte damit auch die Revanche für das Aus gegen Lüttich im Sechzehntelfinale 2010 perfekt, die Belgier sind endgültig aus dem Aufstiegsrennen.

Für die Elf von Roger Schmidt, die nunmehr schon 19 Pflichtspiele in Serie ungeschlagen ist, geht es damit in den abschließenden Spielen bei Schlusslicht Elfsborg (28.11.) und gegen den einzig verbliebenen Verfolger Esbjerg (12.12.) um Platz eins in Gruppe C - Esbjerg, das im Parallelspiel gegen Elfsborg 1:0 gewann, hält bei neun Zählern.

Starkes Finish bringt Salzburgern 2:0-Führung zur Halbzeit
Kampl, der die erste Hälfte mit einer tollen Aktion, bei der Goalie Yohann Thuram klärte, eröffnete (1.), beendete sie auch mit einem Paukenschlag: Das 2:0 in der ersten Minute der Nachspielzeit entsprang dabei einem "Doppelfersler": Erst überspielte der Slowene seinen Gegenspieler mit einem Fersler, dann legte der angespielte Svento mit einem ebensolchen zurück auf Kampl, der sich die Chance auf seinen ersten Treffer in der Gruppenphase nicht mehr entgehen ließ.

Kurz davor hatte bereits Svento gejubelt, nachdem er einen Stanglpass von Alan, den Thuram nicht bändigen konnte, aus Kurzdistanz verwertet hatte (42.). Für den Slowaken, der erst durch die Sperre von Mane wieder seinen Weg zurück ins Team gefunden hatte, war es das erste Europacuptor seit fast zwei Jahren (1. Dezember 2011). Davor hatte Salzburg auf dem sehr nassen Rasen kaum zu seinem gewohnten Spiel gefunden, reguläre Pässe waren an manchen Stellen nur schwer möglich.

Anschlusstreffer macht Spiel nur kurz spannend
Die Belgier verzeichneten in einer ausgeglichenen Partie vorerst sogar die besseren Chancen: Zweimal rettete aber Peter Gulacsi (gegen Imoh Ezekiel/5. und Michy Batshuayi/27.) und einmal die Außenstange (Batshuayi/6.). Erst nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgebern im nur mäßig gefüllten Stadion (12.395) dann doch ein Tor: Der Anschlusstreffer zum 1:2 fiel infolge eines Freistoßes, nachdem Paul Mpoku erst scheiterte, im Nachschuss aber erfolgreich war (55.).

Alan sorgt mit sensationellem Tor für Furore
Das Tor änderte aber auch nichts mehr am Spielausgang. Nur drei Minuten später segelte Alan bei der ersten guten Chance der Salzburger in der zweiten Hälfte nach Berisha-Flanke durch die Luft und ließ Thuram - dem Cousin des ehemaligen französischen Internationalen - mit einem perfekten Fallrückzieher keine Chance. Das vor Beginn der Gruppenphase stärker eingeschätzte Standard-Team bemühte sich in der letzten halben Stunde zwar um einen weiteren Treffer, hatte dabei aber kein Glück mehr. Einmal war Gulacsi bei einem Cisse-Fernschuss am Posten (78.) dann kam Ezekiel direkt vor dem Tor nicht mehr in ideale Schussposition (85.).

Stimmen zum Spiel
Guy Luzon (Lüttich-Trainer): "Wir haben gut angefangen, unsere Chancen aber nicht genutzt. Salzburg war viel effizienter, das hat sie schon in der ganzen Europa League ausgezeichnet. Salzburg hat wirklich sehr gut gespielt. Das ist ohne Zweifel die beste Mannschaft, gegen die wir heuer gespielt haben. Sie haben die Qualität, dass sie in diesem Wettbewerb sehr weit kommen."

Christian Schwegler (Salzburg-Kapitän): "Wir sind stolz auf das, was wir erreicht haben. Wir haben gekämpft wie die Löwen. Es ist wichtig, dass wir den Aufstieg schon jetzt erreicht haben. Das haben wir uns vorgenommen. Dass es gegen einen so starken Gegner gelungen ist, ist umso höher einzustufen."

Alan (Salzburg-Torschütze): "So ein Tor schießt man nicht in jedem Spiel. Es war ein schönes Tor, aber wichtiger ist der Sieg. Es läuft wirklich gut im Moment. Wir haben eine gute Mannschaft. Der Trainer hat uns gesagt, das Spiel ist wie eines in einer K.-o.-Phase."

Kevin Kampl (Salzburg-Torschütze): "Wir wissen, dass wir dieses Jahr Großes erreichen können. Auch in der EL müssen wir uns mit dieser Spielweise vor niemandem verstecken. Ich bin selbstbewusst genug, um zu sagen, egal, wer da noch kommt, wir werden alles versuchen."

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(Bild: KMM)



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