Massive Nachfrage

Twitter-Aktien werden teurer als gedacht

Wirtschaft
05.11.2013 10:18
Twitter wird bei seinem Börsengang aufgrund starker Nachfrage wohl deutlich mehr Geld einnehmen als bisher gedacht. Die Aktien würden nun für 23 bis 25 Dollar pro Stück angeboten, teilte der Kurznachrichtendienst am Montag mit. Mit der Sache vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters allerdings, der endgültige Preis werde wohl noch höher liegen, weil vor allem institutionelle Anleger großes Interesse hätten. Dabei sind bereits 25 Dollar ein Aufschlag von bis zu 25 Prozent auf die zuletzt angepeilte Spanne.

Der US-Konzern will 70 Millionen Aktien verkaufen und könnte - bei einem Ausgabepreis von 25 Dollar - damit bis zu 1,75 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) einnehmen. Inklusive der üblichen Mehrzuteilungsoption ("Greenshoe") wären es zwei Milliarden. Insgesamt wäre Twitter dann an der Börse mit 13,6 Milliarden Dollar bewertet.

Ein mit den Details vertrauter Insider sagte Reuters, die Nachfrage nach den Aktien übersteige das Angebot inzwischen massiv. Daher könnten es sich die börsenbegleitenden Banken erlauben, vor allem solche Investoren herauszusuchen, die die Aktien für eine längere Zeit halten und nicht unmittelbar nur schnell Kasse machen wollten.

Zudem seien auch Fonds, die eigentlich nicht bei Börsengängen zugreifen würden, an Twitter-Papieren interessiert. Zum Teil wollten sie bis zu zehn Prozent der verfügbaren Aktien ordern, hieß es. Es sei aber unwahrscheinlich, dass sie diesen Wunsch erfüllt bekämen.

Handelsstart für Donnerstag vorgesehen
Ein Hinweis auf eine starke Nachfrage ist zudem, dass Twitter die Zeichnungsfrist für die Papiere um einen Tag verkürzte. Nun können Investoren ihre Wünsche nur noch bis Dienstagmittag (Ortszeit) anmelden. Der genaue Ausgabepreis soll am Mittwoch bekannt gegeben werden. Der Handelsstart in New York ist dann für Donnerstag vorgesehen.

Twitter droht Ärger mit IBM
Twitter verwies am Montag allerdings auch auf ein Risiko für Investoren: Das Unternehmen habe einen Brief von IBM erhalten, in dem der Technologie-Riese Twitter vorwerfe, gegen mindestens drei IBM-Patente in den USA zu verstoßen.

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