Erdogan erklärt:
"Frauen gleichberechtigt - mit oder ohne Kopftuch"
Am Donnerstag waren vier Politikerinnen von Erdogans Regierungspartei AKP mit islamischer Kopfbedeckung im Parlamentsplenum von Ankara erschienen und hatten damit ein jahrzehntelang geltendes Tabu gebrochen (siehe Video in der Infobox). Die meisten Parteien in der Volksvertretung unterstützten die Initiative. Staatspräsident Abdullah Gül würdigte am Freitag das Ende des Kopftuchbanns im Parlament ebenfalls und dankte den Parteien für den Konsens in dieser Frage. Jeder habe bei dieser Normalisierung mitgewirkt, sagte er vor Journalisten in Istanbul.
Das islamische Kopftuch war in den vergangenen Jahren eines der am heftigsten umstrittenen Themen der türkischen Politik. Die lange Zeit von den Militärs vorgegebene Staatsideologie verbot das Tuch in öffentlichen Einrichtungen, weil es als Kampfmittel des politischen Islam eingestuft wurde. Erdogans Regierung schaffte nach der Entmachtung der Militärs zunächst das Kopftuchverbot an den Universitäten ab und gab das Tuch dann vor einem Monat auch für Lehrerinnen und andere Beamtinnen und Mitarbeiterinnen im öffentlichen Dienst frei.












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