In Wiener Innenstadt

44-Jähriger beschmiert Kunstakademie und Mahnmal

Österreich
31.10.2013 17:40
Ein 44-Jähriger steht im Verdacht am Donnerstag zwei Statuen vor der Akademie der bildenden Künste sowie das Portal des Mahnmals für die österreichischen jüdischen Opfer der Shoah am Judenplatz in der Wiener Innenstadt beschmiert zu haben. Er wurde kurz nach den Taten angehalten und auf freiem Fuß angezeigt. Für die Polizei ist der Mann kein Unbekannter: Erst am Vorabend des Nationalfeiertages war er wegen Wiederbetätigung und Sachbeschädigung angezeigt worden.

Der 44-Jährige beschmierte laut Zeugen gegen 13.20 Uhr die Statuen links und rechts vor dem Eingang der Akademie am Schillerplatz, in der derzeit die Flüchtlinge aus dem Servitenkloster ein neues Quartier aufgeschlagen haben. Danach dürfte er sich im Laufschritt zum Judenplatz begeben haben, denn nur neun Minuten später wurde dort, ebenfalls laut Zeugen, das Portal des Mahnmals beschmiert.

Kurz nach den beiden Taten konnte der Verdächtige aufgrund der Personenbeschreibung am Schillerplatz von Polizisten angehalten werden. Der 44-Jährige zeigte sich zu beiden Sachbeschädigungen sofort geständig und gab an, dass er sich künstlerisch betätigen wollte.

Verdächtiger bereits wegen Wiederbetätigung angezeigt
Für die Exekutive ist der Verdächtige keine unbeschriebenes Blatt: Erst am vergangenen Freitag war der Mann am Ballhausplatz aufgefallen. Am Vorabend des Nationalfeiertags hatte er gegen 20.30 Uhr vor der Hofburg den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben. Ein Polizist forderte ihn auf, das zu unterlassen, jedoch ohne Erfolg. Der 44-Jährige ging zwar einige Meter weiter, warf dann aber eine Flasche gegen die Eingangstür der Hofburg. Die Tür wurde dadurch leicht beschädigt.

Der Mann ging unterdessen verbal auf den Polizisten los und beschimpfte ihn mit homophoben und rechtsextremen Äußerungen. Die Exekutive nahm den 44-Jährigen fest und zeigte ihn wegen Wiederbetätigung und Sachbeschädigung an.

Vor einigen Monaten bereits war der Verdächtige auch schon einmal der Polizei aufgefallen. Damals soll der 44-Jährige mit Paradeisern um sich geworfen haben. Mehr ist dazu aber nicht bekannt.

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