Christen im Visier
Nigeria: Deutsche Nonne (80) mit Macheten ermordet
Die Täter drangen laut einem Bericht der Zeitung "Leadership" in der vergangenen Woche in das Zimmer der Nonne in der Kleinstadt Ogwashi-Ukwu ein und attackierten sie mit Macheten. Weil sich die 80-Jährige wehrte, verletzten sie die Angreifer am Kopf. Die Nonne sei wenig später im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben. Über das zweite Opfer wurden keine Angaben gemacht.
Wer hinter dem Angriff steckt, ist unklar, die Täter konnten flüchten. Es seien "einige Dissidenten" aus der Gemeinschaft, die hinter der Gewalt steckten, hieß es von offizieller Seite. Die Tat könnte möglicherweise aber auch andere Hintergründe haben: Für den Terror gegen Christen in Nigeria ist seit Jahren vor allem die radikalislamische Sekte Boko Haram verantwortlich. Die Zahl der Opfer seit 2009 geht in die Tausende. Die Gruppierung ist allerdings vor allem im Norden Nigerias aktiv.
Italienische Missionarin bei Raubüberfall getötet
Erst Ende September war eine italienische Missionarin bei einem bewaffneten Raubüberfall in Ogwashi-Ukwu ums Leben gekommen. Die 78-jährige Afra Martinelli erlag den Verletzungen, die ihr unbekannte Täter mit einer Machete am Genick zugefügt hatten.
Die Männer waren laut Medienberichten nachts in das Haus der Leiterin eines Bildungszentrums eingedrungen und hatten Geld und einen Computer gestohlen. Zudem hatten sie die Missionarin zur Herausgabe der Schlüssel für das Zentrum aufgefordert. Die aus der Nähe der norditalienischen Stadt Brescia stammende Frau wirkte seit 30 Jahren in Nigeria.












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