Während Rapid beim FC Thun mit 0:1 verlor, kassierte Dynamo Kiew - ohne den damals geschonten Dragovic - gegen Genk eine überraschende 0:1-Heimniederlage. Damit sind die Belgier für den 22-Jährigen der erste Anwärter auf den Einzug ins Sechzehntelfinale. "Genk wird weiterkommen, den zweiten Aufstiegsplatz machen sich die anderen drei Klubs untereinander aus", vermutete der Innenverteidiger.
"Haben mehr Klasse als Rapid"
Laut Papierform ist Dynamo Kiew aus diesem Trio der aussichtsreichste Anwärter auf die Runde der letzten 32. "Wir haben die Klasse, jedes Spiel zu gewinnen, und mit dieser Einstellung gehen wir auch in jedes Spiel", sagte Dragovic.
Dies bedeute aber nicht, dass Dynamo in Wien leichtes Spiel hat. "Von der individuellen Klasse her sind wir sicher besser als Rapid, doch Namen gewinnen keine Spiele. Es gewinnt der, der den Sieg mehr will, und das müssen wir sein."
Großer Hoffnungsträger des Wieners ist Dynamos Offensivstar und Kapitän Andrij Jarmolenko. "Er ist ein absoluter Top-Spieler und Aushängeschild des Vereins. Er ist in Eins-gegen-eins-Situationen sehr stark und kann den Unterschied ausmachen."
"Rapid hat eine gute Entwicklung gemacht"
Doch auch die Hütteldorfer verfügen laut Dragovic über Qualität. "Auf uns wartet eine schwierige Aufgabe. Rapid hat eine gute Entwicklung gemacht, hat junge Spieler, auf die wir aufpassen müssen. Wir brauchen sicher eine Top-Leistung, um drei Punkte zu holen. Nach der Niederlage gegen den WAC wird Rapid noch heißer auf einen Sieg sein", erklärte der 24-fache ÖFB-Internationale. "Ich rechne mit einem offenen Schlagabtausch."
Das Duell mit Rapid bedeutet für den bei der Austria groß gewordenen Abwehrspieler einen zusätzlichen Anreiz. "Die Austria ist mein Herzensklub. Ich hoffe, dass ich dort irgendwann wieder spielen darf und freue mich über ihre großartige Entwicklung mit dem Meistertitel und der Champions-League-Teilnahme", sagte Dragovic, der sein bisher letztes Spiel gegen Rapid am 28. November 2010 mit der Austria 0:1 verlor.
Im Moment gilt die ganze Konzentration aber dem ukrainischen Rekordmeister, dessen Umfeld Dragovic beeindruckt. "Alles ist hochprofessionell, es geht kaum besser." Begeistert ist Österreichs teuerster Fußballer, der im Sommer um neun Millionen Euro von Basel nach Kiew wechselte, auch vom Niveau der ukrainischen Meisterschaft. "Die Liga ist sicher besser als die österreichische oder die schweizerische. Es wird sehr körperbetont gespielt."
Anlaufschwierigkeiten in der Premier-Liga
Allzu gute Erfahrung hat Dragovic in der ukrainischen Premier-Liga aber noch nicht gemacht. Nach elf von 30 Runden liegt Dynamo Kiew mit elf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Metalist Charkiw nur an der fünften Stelle. "Wir machen uns im Moment die Gegentore selbst und haben auch mit den Schiedsrichtern zu hadern. Aber nach jedem Regen kommt wieder Sonne", sagte Dragovic.








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