Der Verdacht, wonach der Grazer das Auto auf der Heimreise aus Italien absichtlich auf der A2, der Südautobahn, von der Fahrbahn gelenkt hatte, erhärtete sich. Darum muss er in Untersuchungshaft bleiben, erklärte Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz.
"Brand bei verunfalltem Auto nur im Film üblich"
In der kommenden Woche sollen gerichtliche Einvernahmen mit der Frau und den Kindern durchgeführt werden. Außerdem seien die schriftlichen Gutachten des Psychiaters sowie des Brandsachverständigen zu erwarten. Letzteres wurde in Auftrag gegeben, da die Ursache für das Feuer am Unfallwagen noch unklar sei: "Ein Brand oder eine Explosion bei einem verunfallten Auto ist nur im Film üblich", sagte Bacher.
Der Unfall geschah Dienstag früh, als der Wagen des Grazers bei hoher Geschwindigkeit plötzlich nach rechts ausscherte und eine Leitschiene und einen Wildzaun durchbrach, bevor er nach einem Überschlag am Dach liegend zum Stillstand kam. Das Auto begann zu brennen, die 42-jährige Partnerin des Lenkers sowie der zwölfjährige Sohn und die 14-jährige Tochter des Ehepaares konnten sich in Sicherheit bringen.
Tötungsabsichten bei Polizei widerrufen
Die Erwachsenen erlitten schwere Verletzungen, die Kinder wurden leicht verletzt. Alle wurden ins Spital gebracht. Am Nachmittag wurde dann bekannt, dass der Lenker bei der Behandlung durch Ersthelfer suizidale und Tötungsabsichten gegenüber seiner Familien geäußert hatte. Diese widerrief er jedoch später bei der Befragung durch die Kriminalbeamten.
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