Kapitän Christian Fuchs etwa gab sich selbstkritisch. "Wir können nicht davon ausgehen, dass alles immer von alleine geht, deswegen war dieses Spiel vielleicht nicht schlecht", vermutete der Niederösterreicher. "Wir waren zu passiv. Dadurch sind Fehler entstanden, die wir in den nächsten Partien nicht machen dürfen." Einer dieser Fehler - mangelhafte Abstimmung zwischen den Innenverteidigern Aleksandar Dragovic und Emanuel Pogatetz - führte zum ersten Gegentreffer. "Wir hätten uns beim 0:1 besser organisieren müssen. Aber besser, wir machen jetzt die Fehler als gegen Deutschland", erklärte Dragovic.
"Die Griechen haben einfach cleverer gespielt"
Sein Partner in der Abwehrzentrale haderte nicht nur mit dem ersten Verlusttor, sondern mit dem gesamten ÖFB-Auftritt. "Das ist ärgerlich. Wir hätten sogar noch höher verlieren können, die Griechen haben einfach cleverer gespielt." Martin Harnik wiederum versuchte, mögliche positive Effekte der dritten Testspiel-Niederlage in Folge hervorzuheben. "Vielleicht war es gut, dass wir jetzt einen Dämpfer bekommen haben. Wir müssen unsere Lehren ziehen, und wenn uns das gelingt, war es ein wertvolles Spiel", sagte der Stuttgart-Legionär, der sich so wie seine ÖFB-Kollegen an der starken griechischen Abwehr die Zähne ausgebissen hatte.
Gerade diese Tatsache sollte vor dem Heimspiel gegen Irland zu denken geben, warnte Pogatetz. "Wir müssen es schaffen, eine defensive Mannschaft zu knacken, denn auch die Iren werden tief stehen." Der gegen Deutschland gesperrte Julian Baumgartlinger ortete ebenfalls im Offensivbereich Steigerungspotenzial. "Uns hat die Effizienz gefehlt. So eine Ausbeute wie die der Griechen ist ein Qualitätsmerkmal."
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