Vier Gegentreffer gegen Schweden, vier gegen die USA und jetzt wieder drei: Die Probleme in der Defensive halten an. Auch wenn die Tormaschinerie dank Ilkay Gündogan, Thomas Müller und Lars Bender erfolgreich lief, konnte Teamchef Joachim Löw nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. "Natürlich gibt es Dinge, bei denen man gesehen hat, dass sie nicht funktioniert haben", räumte er ein. Doch einen Grund zur Beunruhigung sah er trotz elf Gegentoren in sechs Spielen des Jahres 2013 nicht einmal im Ansatz. "Wir werden die Dinge mit Sicherheit verbessern", verkündete der DFB-Chefcoach beim Abschied aus Kaiserslautern.
Ernüchternder Gesamteindruck
Löw hatte das Geschehen auf dem Feld laut fluchend und wild gestikulierend verfolgt. Später verhinderten zumindest die unfreiwillige Einwechslung von Bender, der den am Rücken verletzten Gündogan sehr gut ersetzte, und mehr Konzentration die ganz große Blamage. Der ernüchternde Gesamteindruck aber war nach zwei Gegentoren schon nach 13 Minuten und einem weiteren "elementaren Fehler" (Löw) nicht mehr zu korrigieren. Schneller war das DFB-Team zuletzt im März 2006 beim 1:4 in Florenz gegen Italien unter die Räder gekommen.
"Wenn man nur zwei Mal trainiert, ist es schwer"
"Im Mittelfeld sind wir zum Teil zu weit zurückgewichen. Paraguay darf nicht in aller Ruhe den Ball annehmen", analysierte der 53-Jährige. Zudem dürften sich die Abwehrspieler den Ball nicht in den Rücken spielen lassen, "da spekuliere ich nicht." Die Korrekturen im Teamgefüge sind offenbar schwieriger, als erwartet. "Wenn man nur zwei Mal trainiert, ist es schwer", sagte Kapitän Philipp Lahm. Und in Richtung Österreich-Partie: "Vor dem nächsten Länderspiel haben wir ein paar Tage Zeit."
Löw ist zuversichtlich, dass man sich gegen Österreich in der Abwehr wieder sattelfest präsentieren werde: "Ich bin absolut überzeugt, dass die Mannschaft und jeder Einzelne im September verbesserte Form zeigt."
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