07.08.2013 11:11 |

EL als neues Ziel

Schmidt: "Zwei Tore aus 20 Chancen sind zu wenig"

Die Champions League bleibt Red Bull Salzburg weiterhin verwehrt, denn mit der 1:3-Niederlage bei Fenerbahce Istanbul am Dienstag in der dritten Qualifikationsrunde ist auch der sechste Anlauf der Vereinsgeschichte erfolglos zu Ende gegangen. Die "Bullen" scheiterten diesmal allerdings erhobenen Hauptes, waren sie doch den Türken über 180 Minuten gesehen mehr als ebenbürtig. Dennoch stellte Trainer Roger Schmidt klar: "Wenn man in zwei Spielen aus 20 Großchancen nur zwei Tore macht, ist das zu wenig."

Die Salzburger, die sich nun gezwungenermaßen die Europa League als neues Ziel gesetzt haben, boten vor mehr als 40.000 Fans im Sükrü-Saracoglu-Stadion eine starke Leistung, wie auch schon im Hinspiel war allerdings die Chancenauswertung das große Manko.

Schmidt lobte in dieser Hinsicht auch Fenerbahce-Goalie Volkan Demirel. "Fenerbahce kann sich beim Tormann bedanken. Volkan hat Bälle gehalten, wo man gedacht hat, dass man sie eigentlich gar nicht halten kann." Das Ausscheiden sei aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten völlig unnötig gewesen. "Ich glaube, dass wir in beiden Spielen die bessere Mannschaft waren, wir waren aber noch nicht erfahren und kaltschnäuzig genug, um diese fußballerische Überlegenheit eben auch im Ergebnis auszudrücken. Fenerbahce hat der ersten Hälfte gezeigt, was Effizienz ist", fügte der Deutsche hinzu.

Wieder Fehler in der Salzburger Hintermannschaft
Die Türken profitierten allerdings auch von Fehlern in der Salzburger Hintermannschaft, die in Hälfte eins alles andere als sattelfest war. "Wir haben etwas gebraucht, um die Stabilität in der Defensive zu finden. Wir hatten leichtfertige Ballverluste", kannte Schmidt den Grund für die Gegentreffer. Und davon profitierten nach Salzburgs schnellem Führungstreffer durch Jonatan Soriano in der vierten Minute Raul Meireles (8.), Moussa Sow (17.) und Pierre Webo (34.), die ihre individuelle Klasse im richtigen Moment ausspielten.

Nach der Pause konnten es die Türken aufgrund des komfortablen Vorsprungs ruhiger angehen. Die Salzburger machten das Spiel, einige Male fehlte allerdings der letzte Pass oder es klappte wie vor allem in den letzten zehn Minuten, in denen die Wende durchaus noch möglich gewesen wäre, das Toreschießen einfach nicht.

Kampl: "Wir haben Österreich gut vertreten"
Der Abschied von der Champions League fällt den mit hängenden Köpfen heimgereisten Salzburgern schwer. "Im Moment ist es sehr schwer für uns, weil wir in zwei Spielen zu 100 Prozent die bessere Mannschaft waren", meinte Kevin Kampl. Das Positive gelte es nun auch für den weiteren Saisonverlauf mitzunehmen. "Ich glaube nicht, dass uns die Leute zugetraut haben, dass wir gegen Fenerbahce so stark auftreten. Wir haben Österreich gut vertreten, können auch stolz sein", meinte der slowenische Offensivspieler.

Der Blick muss jetzt jedenfalls schnell nach vorne gerichtet werden, geht es doch schon in zwei Wochen im Play-off der Europa League weiter. Die Auslosung erfolgt am Freitag in Nyon, Spieltermine sind 22. und 29. August. "Wir werden die Enttäuschung und Wut in absolute Motivation umwandeln werden, um in die Europa League zu kommen und dort vielleicht etwas Außergewöhnliches zu schaffen", blickte Schmidt bereits voraus.

Rangnick gibt die Marschroute vor
"Es hätte den Spielern schon gut getan, wenn sie in der Champions League spielen hätten können. Jetzt müssen wir sehen, dass wir uns definitiv für die Europa League qualifizieren", gab Sportdirektor Ralf Rangnick die Marschroute vor. Angesichts der vielen vergebenen Chancen meinte der Deutsche: "Wir haben schon bewiesen, dass wir Tore schießen können. Problematischer wäre es, wenn wir die Chancen nicht hätten. Wir haben mit Mane, Alan, Soriano, Kampl Spieler, die sehr wohl in der Lage sind, Tore zu schießen. Deshalb bin ich da auch nicht pessimistisch für die Zukunft."

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