Der Ringer-Sport trauert um einen der erfolgreichsten Athleten seiner Geschichte: Im Alter von gerade einmal 49 Jahren ist der Olympia-Sieger von 1996, 2004 sowie 2008 und je sechsfache (!) Welt- und Europameister Buwaissar Saitijew gestorben!
Der Russe tschetschenischer Herkunft dürfte in Moskau einen Herzstillstand infolge einer Vergiftung, womöglich der Überdosierung starker Medikamente geschuldet, erlitten haben. „Er hatte Herzprobleme, zuvor musste die Lunge behandelt werden“, erklärte Makhmud Magomedov, Geschäftsführer des Ringer-Verbands der russischen Teilrepublik Dagestan.
„Mann von großer innerer Stärke, Ehre und Hingabe!“
Saitijew habe während seiner Karriere und auch danach einen „unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung „ des Ringer-Sports geleistet, zeigte sich der russische Sportminister Michail Degtjarjow bestürzt. „Er war nicht nur einer der höchstdekorierten Ringer der Geschichte, […] sondern auch ein Mann von großer innerer Stärke, Ehre und Hingabe.“
„Der große Sohn des tschetschenischen Volkes!“
Einer der ersten Beileids-Bekunder war Ramsan Kadyrow, der Präsident Tschetscheniens, von wo Saitijew ja herstammte. „Der große Sohn des tschetschenischen Volkes, unser Bruder Buwaissar Saitijew ist gestorben! Dies ist ein unwiederbringlicher Verlust für das ganze Land, für die Welt des Sports, für jeden, der diesen herausragenden Mann kannte“, so Kadyrow.
Abseits seines Lebens für den Ringer-Sport wirkte Saitijew zwischen 2016 und 2021 als Abgeordneter für Wladimir Putins Partei „Einiges Russland“ in Russlands Staatsduma, dem Unterhaus des Parlaments. Dort engagierte er sich u.a. im Ausschuss für Leibeserziehung, Sport, Tourismus und Jugendangelegenheiten. Er hinterlässt seine Ehefrau, drei Söhne sowie eine Tochter.
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