Verstörendes Projekt

Dänischer Künstler wollte Ferkel verhungern lassen

Ausland
04.03.2025 11:59

Ein Künstler hat mit einer Ausstellung für großes Entsetzen in Dänemark gesorgt. Marco Evaristti (61) wollte drei kleine Ferkel in einem Käfig langsam verhungern lassen – vor den Augen der Besucher. Doch Tierschützer haben die ausgestellten Tiere von ihrem Leid erlöst.

Der 61-jährige dänisch-chilenische Staatsbürger, der im Jahr 2000 mit Goldfischen in Mixern für Aufsehen gesorgt hatte, wollte mit seiner Aktion in Kopenhagen auf das Tierleid aufmerksam machen. Evaristti rechtfertigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau mit folgendem Argument: „Diese drei Ferkel würden sowieso sterben, weil sie schwach sind. Sie haben in ihrem Käfig mehr Platz als in einem konventionellen Schweinestall. Hier sterben 20.000 Schweine täglich.“

Im Jahr 2000 schockte Marco Evaristti die Welt mit in Mixern ausgestellten Goldfischen. Besucher ...
Im Jahr 2000 schockte Marco Evaristti die Welt mit in Mixern ausgestellten Goldfischen. Besucher seiner Ausstellung wurden damals aufgefordert, die Küchengeräte einzuschalten. Ein Gast folgte tatsächlich dem Aufruf!(Bild: APA/AP)

Am Freitag begann die Ausstellung „And Now You Care?“ (auf Deutsch: Und jetzt kümmerst du dich?). Am ersten Tag erhielten die ausgestellten Tiere, die sich unter einem zwei umgekippten Einkaufswägen befanden, noch ausreichend Wasser und Futter. Danach war der langsame Hungertod geplant, wenn nicht ein Ausstellungsbesucher mit einem vor Ort aufliegenden Bolzenschussgerät die Tiere von ihrem Leid erlösen würde.

Die dänische Polizei fahndet nun nach den entführten Ferkeln.
Die dänische Polizei fahndet nun nach den entführten Ferkeln.(Bild: APA/AFP)

Die dänische Tierschutzorganisation Dyrens Beskyttelse drohte bereits mit einer Anzeige. Doch diese war dann nicht mehr notwendig, denn unbekannte Täter verschafften sich am Samstag unerlaubten Zugang zu den Ferkeln und entwendeten sie. Einer Reinigungskraft fiel der Einbruch und das leere „Gehege“ auf. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert.

Zahlreiche Morddrohungen gegen Künstler und Sohn
Von den Tieren fehlt nach wie vor jede Spur. Evaristti gab allerdings bekannt, dass das Projekt damit beendet sei. Offenbar wurde ihm die Aufregung dann doch zu viel. Zumal er und sein Sohn zahlreiche Morddrohungen erhalten hatten. Der Verfasser einer Droh-E-Mail hatte ein Foto seines 25-jährigen Sohnes mit einem Hakenkreuz versehen und laut einem TV-Bericht geschrieben: „Hoffentlich passiert deinem Sohn nichts, wenn du diese Ausstellung wirklich durchführst.“

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
04.03.2025 11:59
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung