06.08.2013 10:26 |

Vifzack!

Wie Sie Ihre Schlagfertigkeit trainieren

Manche Menschen scheinen witzige und kreative Antworten immer aus dem Ärmel schütteln zu können. Andere wiederum grübeln und grübeln, um sich Stunden später zu ärgern, weil sie nun endlich die passende Antwort haben, aber die Gelegenheit vorbei ist. Wie Sie Ihre Schlagfertigkeit trainieren, erfahren Sie hier.

Egal ob es der Verbalangriff eines Kollegen, die direkte Attacke eines Kunden oder ein Witz von Freunden ist: Gelegenheiten, in denen ein wenig Schlagfertigkeit recht hilfreich wäre, gibt es viele. Diese Fähigkeit hängt sehr eng mit Kreativität zusammen. Und die kann man trainieren.

Assoziatives Denken
Die Fähigkeit, Verknüpfungen auch zwischen scheinbar unzusammenhängenden Dingen herzustellen, ist eine der wichtigsten, um schlagfertig zu sein. Sie können das Assoziieren üben, indem Sie sich eine bestimmte Anzahl von Begriffen, beispielsweise aus der Zeitung oder dem Wörterbuch, heraussuchen und aus diesen eine Kurzgeschichte bilden. Beispiel: Blumentopf, Katze, Marille, Computer, Auto – was könnte daraus wohl alles werden? Ihr Gehirn wird so darauf trainiert, neue Zusammenhänge zu erschließen und komplexer zu denken.

Wortschatz vergrößern
Ein großer Wortschatz ist ebenfalls eine grundlegende Voraussetzung, um schlagfertig sein zu können. Sie vergrößern Ihren Wortschatz, indem Sie zu Worten Ihres Alltags Synonyme – vergleichbare, alternative Bezeichnungen – suchen. Beispiel: Gehen – schreiten, stolzieren, spazieren, flanieren, schlendern, marschieren, wandern… Fällt Ihnen diese Übung zu Beginn noch ein wenig schwer, hilft ein Synonym-Wörterbuch (z.B. Duden online; OpenThesaurus).

Allgemeinbildung verbessern
Viel Zeitung lesen, sich informieren, was sich in der Welt von heute tut, von gestern getan hat und morgen tun wird. So können Sie flexibel und gebildet auf viele Themen, Fragen und Witze reagieren, weil Sie einfach wissen, worum es geht.

Richtig interpretieren
Jede Botschaft enthält eine sachliche Aussage und eine emotionale Bedeutung, und diese beiden müssen nicht immer miteinander übereinstimmen. Sachlich mag Ihnen Ihr Kollege gerade sagen, dass in der Präsentation ein Tippfehler war. Emotional kann positiv-erheitert mitschwingen "Na, dass dir so etwas auch einmal passiert" oder negativ "Dass du auch nichts richtig machen kannst". Diese sogenannte Gefühlsebene einer Aussage müssen Sie erkennen und richtig interpretieren können, um passend darauf zu reagieren. Orten Sie Kritik, dann beziehen Sie sich auf diese und widerlegen Sie sie – sachlich, ohne emotionalen Konter. Haben Sie das Gefühl, man will Sie provozieren, können Sie darum bitten, das Thema sachlich zu diskutieren.

Auf Provokationen richtig reagieren
Zuallererst: Ruhig bleiben und einmal tief durchatmen. Dann überlegen Sie sich, ob Sie Ihr Eindruck nicht täuscht und die Aussage gerade wirklich ein, vielleicht scherzhafter, vielleicht ernster Angriff war. Dann stehen Ihnen verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Persönliches Interesse: Haben Sie den Eindruck, dass hinter dem Angriff gerade eine persönlich schwierige Situation des Angreifers steckt, wie etwa Streit mit anderen Kollegen, Stress mit der Familie, Ärger mit dem Chef, dann ist es am besten, auf die Provokation nicht näher einzugehen, aber zu fragen, ob es dem Angreifer gutgeht und woher der Ärger kommt.
  • Was steckt dahinter: Sie können durch Nachfragen in der gleichen Tonart entgegnen, mit "Na, was denn zum Beispiel?". So gerät der Angreifer wieder in Zugzwang und Sie erfahren mehr über den Hintergrund. Das Nachfragen kann man so lange weiterspielen, bis der andere genervt das Handtuch wirft.
  • Zustimmung andeuten: Den Satz mit einer Zustimmung einleiten, wie etwa "Ja, das ist schon richtig" und dann mit einem Widerspruch – gut getarnt – weitermachen.
  • Ignorieren: Manchmal ist es die beste Alternative, zu schweigen, kryptisch zu lächeln und nichts weiter zu tun. Erspart viel Stress und unnötige Diskussionen.

Und ganz wichtig: Legen Sie die Angst vorm Reden ab. Denn oft hat man die richtige Antwort bereits parat, aber traut sich nicht, sie auch wirklich von sich zu geben. Nur Mut, Übung macht den Meister!

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