Rund 108.000 Menschen haben im vergangenen Jahr Asyl in Großbritannien beantragt. Die Zahl der Anträge ist damit so hoch wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Der Statistik zufolge wurden auch mehr Menschen entdeckt, die auf irregulärem Weg ins Land gekommen sind.
In Großbritannien ist die Zahl der Asylanträge im vergangenen Jahr auf einen Höchststand seit mehr als 20 Jahren geklettert, wie das Innenministerium in London mitteilt. Etwa 108.000 Menschen haben einen Antrag gestellt – um 18 Prozent mehr als noch 2023.
Knapp 44.000 irreguläre Anträge
Mehr Menschen sind auf irregulärem Weg nach Großbritannien gekommen – also etwa ohne die nötigen Papiere, mit Schlauchbooten über den Ärmelkanal. Im vergangenen Jahr seien knapp 44.000 irreguläre Ankünfte registriert worden, schreibt das Ministerium. Das sei rund ein Fünftel mehr als 2023, aber weniger als 2022. Zu bedenken ist allerdings, dass nicht alle Fälle bemerkt würden.
Immer wieder sterben Menschen bei dem Versuch, mit Booten von Frankreich nach England zu gelangen. 72 Menschen verloren dabei nach französischen Angaben im vergangenen Jahr ihr Leben. Der französischen Meerespräfektur zufolge überfüllen Schleuser die Boote mit immer mehr Menschen.
Großbritanniens Regierung will harte Kante zeigen
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer von der sozialdemokratischen Labour-Partei will den Grenzschutz stärken und Schleuser bekämpfen. Seine Regierung will insgesamt harte Kante gegen irreguläre Migration zeigen und veröffentlichte kürzlich etwa Fotos von Abschiebeflügen.
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