Drama in der Schweiz
Ein Toter und 25 Verletzte bei Zugunglück
In Medienberichten hieß es, einer der beteiligten Züge habe den Bahnhof der 35 Kilometer von Lausanne entfernten Ortschaft Granges-pres-Marnand anscheinend zu früh verlassen. Dadurch soll dieser Zug auf eine eingleisige Strecke gelangt sein, als sich dort aus Richtung Lausanne noch der andere Zug dem Bahnhof näherte.
Die Staatsanwaltschaft in Lausanne erklärte, der Frontalzusammenstoß sei vermutlich von dem 54-jährigen Lokführer, der sich nach einer Vollbremsung seines Zuges durch einen Sprung ins Freie retten konnte, durch das Übersehen eines Rotlichtsignals verursacht worden. Der 54-Jährige wurde bereits kurz nach dem Unfall vernommen. Die Staatsanwaltschaft prüft die Eröffnung eines Strafverfahrens.
24-jähriger Lokführer getötet
"Glücklicherweise waren beide Züge in geringem Tempo unterwegs, sonst wäre das Unglück noch um einiges verheerender ausgefallen", sagte Gemeindepräsident Guy Delpedro. Der Aufprall war allerdings so heftig, dass sich die Züge stark ineinander verkeilten. Die Leiche des 24-jährigen anderen Lokführers konnte erst Stunden nach dem Unfall aus dem Wrack seines Triebwagens geborgen werden.
"Das war ein enormer direkter Aufprall", sagte ein Augenzeuge im Schweizer Fernsehen. Die Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser gebracht bzw. noch an der Unfallstelle versorgt. Zudem erhielten sie psychologische Unterstützung. Alle 46 Insassen des Zuges waren Schweizer.
Dutzende Helfer im Einsatz
Dutzende Helfer waren im Scheinwerferlicht bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags mit Bergungsarbeiten beschäftigt. Die Bahnlinie zwischen Lucens und Payerne bleibt laut den Schweizerischen Bundesbahnen den ganzen Tag gesperrt.
Zuletzt hatte es in der Schweiz im Jänner ein ähnliches Unglück gegeben, als im Bahnhof Neuhausen am Rheinfall zwei S-Bahn-Züge ineinander prallten. 17 Menschen wurden dabei verletzt.














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