Die ÖVP verlor bei der Gemeinderatswahl in Zwettl 11 Mandate an einen ehemaligen Fraktionskollegen. Jetzt sind Bürgermeister Franz Mold und Alex Leutgeb politisch wieder vereint – in einer Koalition.
Das war sicher eines jener Wahlergebnisse, die am 26. Jänner im Waldviertel das meiste Aufsehen erregt hatten: In Zwettl büßte die ÖVP gleich 11 Mandate und damit knapp die absolute Mehrheit ein. Allesamt wanderten die Gemeinderatssitze just zu einem Ex-Fraktionskollegen – zu Alexander Leutgeb, der somit jetzt erreicht, was ihm 2020 noch verwehrt geblieben war. Damals wurde noch verhindert, dass Leutgeb als Parteifreier auf einem ÖVP-Ticket in den Stadtrat einzieht. Daraufhin distanzierte er sich gänzlich von den Schwarzen und baute eine eigene Liste „Zwettl braucht“ (ZBTA) auf – das Ergebnis ist bekannt.
Aus dem Stand Vizebürgermeister
Und jetzt steht auch fest, dass Leutgeb nicht nur Stadtrat, sondern sogar Vizebürgermeister wird. So steht es nämlich im Koalitionspakt, den der Listenführer und Stadtchef Franz Mold dieser Tage unterzeichnet haben. Mold bleibt demnach Bürgermeister. Festgelegt wurde auch die Zahl der Stadträte: 6 stellt die ÖVP, 3 Leutgebs Liste ZBTA und einen die Freiheitlichen, die bei der Wahl ihre Mandate von 2 auf 4 verdoppelt haben.
Mehr Ärzte für die Stadt
Gemeinsam stellen ÖVP und ZBTA nun 29 von 37 Mandatare im Gemeinderat. Mit dieser satten Mehrheit sollen wichtige Projekte umgesetzt werden – allen voran die Verbesserung der ärztlichen Versorgung. Mold und Leutgeb bestätigen denn auch: „Wir wollen ein Primärversorgungszentrum in Zwettl verwirklichen.“
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